Virussorgen drücken Dax auf tiefsten Stand seit Oktober

Einstellen Kommentar Drucken

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.

Frankfurt/Main - Die Furcht vor den Folgen des Coronavirus hat den Dax nach der Stabilisierung zur Wochenmitte wieder auf Talfahrt geschickt.

Der deutsche Leitindex schloss nach einem nervösen Handel 1,88 Prozent tiefer bei 12.790,49 Punkten, nachdem das Börsenbarometer am Nachmittag in den Sog fallender Kurse an der Wall Street geraten war. Der MDax der mittelgroßen Werte büßte 2,04 Prozent auf 27 315,42 Punkte ein.

Sorgen macht den Anlegern, dass sich das Coronavirus inzwischen auch in Ländern außerhalb Chinas stark vermehrt. Italien befürchtet derweil wegen der steigenden Zahl von Infektionen, in die Rezession abzurutschen. Zudem ist das neuartige Coronavirus nun auch auf der Urlaubsinsel Teneriffa sowie auf dem spanischen Festland und in der Schweiz angekommen.

Steil abwärts ging es erneut mit den Aktien des Triebwerkherstellers MTU, sie büßten als Schlusslicht im Dax 3,2 Prozent ein.

Unter den Einzelwerten fielen Corestate Capital und Leoni nach Geschäftszahlen besonders auf. Den Nebenwerteindex SDax erwischte es mit einem Minus von fast 5 Prozent noch schlimmer. Die Anteilsscheine des Online-Modehändlers sackten daraufhin mit einem Minus von fast 9 Prozent ans MDax-Ende. An diesem Donnerstag kommt der Aufsichtsrat zu seiner wahrscheinlich entscheidenden Sitzung zu dem Thema zusammen.

Zwischenzeitlich war er um 4,4 Prozent abgesackt und so auf den niedrigsten Stand seit Oktober gefallen war. In den USA stand der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss Prozent tiefer.

Am Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite bei 0,50 Prozent. Der Bund-Future rückte um 0,43 Prozent auf 176,57 Punkte vor auf das höchste Niveau seit Anfang Oktober. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0840 (Montag: 1,0818) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9121 (0,9195) Euro.

Comments