Äußerungen zu Rassismus-Fall könnten Konsequenzen haben

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LSB-Präsident Thomas Härtel sagte zu der einstimmig gefällten Entscheidung: "Rassismus darf nirgendwo in unserer Gesellschaft Platz haben - zu keiner Zeit, und an keinem Ort, auch in keinem Fußballstadion".

"Die von Herrn Chatrath im Text geäußerte Position steht im Gegensatz zum Sportverständnis des Landessportbunds, das auf Teamgeist, Chancengleichheit und Fairplay fußt".

Wie der Landessportbund Berlin (LSB) am Dienstag mitteilte, werde das Präsidium am Mittwoch "in seiner Sitzung über den Verbleib von Herrn Chatrath in der Wissenschaftlichen Kommission des Landessportbunds entscheiden". Stefan Chatrath, mittlerweile ehemaliger Studiengangsleiter für Sport und Event Management an der University of Applied Sciences Europe, unter der zynischen Überschrift "Die Leiden des jungen Torunarigha": "Fußballer, die professionell spielen, müssen Beleidigungen aushalten, das gehört dazu" (hier lesen Sie mehr).

Bild zu Aito Garcia Reneses

Hertha-Star Jordan Torunarigha (22) hat bei Twitter einen Artikel zu den Anfeindungen gegen ihn im DFB-Pokal-Achtelfinale Anfang Februar (2:3 n.V. bei Schalke 04) kritisiert -und damit ein öffentliches Zeichen gegen die Verharmlosung von Rassismus gesetzt. Dort war der gebürtige Chemnitzer nach eigenen Aussagen rassistisch beleidigt worden. Der Professor der University of Applied Sciences Europe schrieb von einer "emotionalen Überreaktion von Jordan Torunarigha".

Jetzt wird er selbst ausgewechselt.

Der LSB Berlin sah sich am Dienstagmittag zu einer Stellungnahme gezwungen. Und weiter: "Wäre es nicht möglich, dass Jordan Torunarigha sich verhört hat?" So regte er auch an, Doping grundsätzlich für alle Sportler zu erlauben. "Wir distanzieren uns komplett davon". Athleten "dürfen ihren eigenen Körper schädigen, das kann ihnen niemand verbieten, solange wir davon ausgehen können, dass sie eigenverantwortlich handeln", argumentierte der Wissenschaftler.

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