Milwaukee: Angreifer in US-Großbrauerei erschießt fünf Angestellte

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Bei einem Schusswaffenangriff in einer Großbrauerei der US-Stadt Milwaukee im nördlichen Staat Wisconsin sind fünf Menschen getötet worden. Der ehemalige Angestellte erschoss danach sich selbst. Zuvor hatte sich auch US-Präsident Trump zu der Tat geäußert. "Das ist eine schreckliche, schreckliche Sache".

Angaben zu einem möglichen Motiv des Täters und zum genauen Ablauf gab es zunächst nicht.

Der mutmassliche Täter war Medienberichten zufolge im Zuge einer grösseren Umstrukturierung bei dem US-kanadischen Unternehmen entlassen worden. Nach Medienberichten soll der Mann kurz vor seiner Gewalttat entlassen worden sein. Bei allen fünf Todesopfern handelt es sich um Beschäftigte von Molson Coors, wie der Bürgermeister von Milwaukee, Tom Barrett, sagte.

Die Polizei hatte zunächst lediglich mitgeteilt, dass es einen "schwerwiegenden Vorfall" in dem Stadtgebiet gegeben habe, in dem eine Brauerei liegt. Zuerst wolle man die Familien kontaktieren. Vorübergehend waren alle Gebäude in der Gegend abgesperrt.

Bild zu Unfallstelle auf der Autobahn 6

Nach Angaben der Lokalzeitung "Milwaukee Journal Sentinel" sowie von Lokalsendern fielen die Schüsse in der 160 Jahre alten Brauerei der Firma Molson Coors.

Lokale Ableger der nationalen Nachrichtennetzwerke ABC und NBC zeigten ein Großaufgebot von Einsatzkräften inklusive schwer bewaffneter Spezialeinheiten. In den USA kommt es wegen weit verbreiteter Schusswaffen immer wieder zu tödlichen Angriffen. Zehntausende sterben jedes Jahr durch Waffengewalt.

Das Blutbad in der Brauerei reiht sich in eine lange Liste von Schusswaffenangriffen in den USA mit mehreren Todesopfern ein.

Das laxe amerikanische Waffenrecht spielt eine zentrale Rolle im Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl im November. Präsident Donald Trump ist ein enger Verbündeter der mächtigen Waffenlobby NRA, die sich über die Jahre hinweg erfolgreich gegen einschneidende Einschränkungen des Waffenrechts eingesetzt hat. Trump sprach in einer Pressekonferenz im Weissen Haus von einem schrecklichen Vorfall in Milwaukee.

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