Liga: Darmstadt 98 und Trainer Dimitrios Grammozis trennen sich im Sommer

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Der SV Darmstadt 98 und Trainer Dimitrios Grammozis gehen nach der laufenden Saison getrennte Wege, wie die Lilien am Mittwoch mitteilten. Wie der Fußball-Zweitligist mitteilte, wird Dimitrios Grammozis das Angebot des Fußball-Zweitligisten nicht annehmen. Am Ende scheiterte eine Einigung an unterschiedlichen Vorstellungen über die Vertragslaufzeit, wie der Sportliche Leiter Carsten Wehlmann sagte. "Wir waren in einem engen Austausch mit ihm, hätten gerne mit ihm verlängert und uns gewünscht, dass er das ihm vorliegende Angebot annimmt". Zwar soll Grammozis seinen Vertrag bis zum Ende der Saison erfüllen, danach werden sich die Wege des Trainers und der Darmstädter aber schon wieder trennen. "Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre haben wir unabhängig von Dimi - dessen fachliche und menschliche Qualitäten wir absolut schätzen - aus wirtschaftlichen Aspekten die Entscheidung gefällt, ihm einen Einjahresvertrag anzubieten".

Für Grammozis, der vor einem Jahr übernommen hatte, nicht akzeptabel.

Eine arg kurze Vertragslaufzeit, die der Cheftrainer offenbar als Misstrauensvotum auffasste.

"Ich war und bin auch wirklich sehr gerne Trainer von Darmstadt 98 und hätte mir auch gut vorstellen können, hier etwas gemeinsam aufzubauen und zu entwickeln", machte dann Grammozis auch selbst deutlich, dass er gerne mit den Spielern weitergearbeitet hätte. Da unsere Vorstellungen hinsichtlich der Vertragsgestaltung nicht übereinstimmen, sehe ich die Basis für eine zielführende und konstruktive Zusammenarbeit über den Sommer hinaus nicht für gegeben an.

Das Thema der Vertragslaufzeit schwelte seit Wochen, was eigentlich eine Formalie schien, zog sich seit Jahresbeginn hin. Das Team hatte zuletzt drei Spiele in Folge gewonnen und ist seit acht Partien in der Liga ungeschlagen. Umso überraschender die aktuelle Entwicklung.

Grammozis ist als Nachfolger von Dirk Schuster seit Februar 2019 am Böllenfalltor im Amt und führte den SVD in seiner ersten Saison mit sechs Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen noch auf Platz zehn.

Eine vorzeitige Trennung ist laut Wehlmann und Grammozis allerdings keine Option. "Wir sind dennoch hundertprozentig davon überzeugt, die Spielzeit gemeinsam zu einem erfolgreichen Ende zu führen", ergänzte Wehlmann.

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