Knebl und Scheirl konzipieren den Österreich-Pavillon

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Kunstbiennale von Venedig. Die beiden seien "zwei der dynamischsten und international renommiertesten Künstlerinnen, die Österreich derzeit hat", sagte Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek (Grüne) bei der Präsentation. Es sei eine multimediale und humorvolle Auseinandersetzung mit Geschlechteridentitäten. Diese bestand aus Lentos-Direktorin Hemma Schmutz, KHM-Kurator Jasper Sharp, Künstler Erwin Wurm und "Parnass"-Chefredakteurin Silvie Aigner".

Jedenfalls: Jakob Lena Knebl, 1970 als Martina Egger in Baden geboren, und Ashley Hans Scheirl, 1956 als Angela Scheirl in Salzburg zur Welt gekommen, vertreten Österreich im kommenden Jahr bei der 59.

Mumok-Direktorin Karola Kraus kuratiert den österreichischen Pavillon bei der Biennale 2021 in Venedig.

Kraus bezifferte das Budget mit 700.000 Euro; der Bund stellt 450.000 Euro bei, den Rest will Kraus, deren Vertrag im Herbst ausläuft, akquirieren. "Ihre von vielfältigen Verschränkungen zwischen Kunst, Performance, Design, Mode und Architektur geprägten Werke thematisieren aktuelle Diskurse, die international rezipiert werden". Biennale in Lyon mit einer "fulminanten Installation" Erfolg gehabt hätten. Dort werde es "bühnenartige Installationen, in denen sich ihr künstlerischer Kosmos ausbreitet", geben, sagte Kraus.

Jakob Lena Knebl schlägt ebenfalls "queere Schneisen" durch die Kunstgeschichte und hinterfragt Körper- und Geschlechterbilder. Und an der Akademie der bildenden Künste freut man sich riesig. Nach 16 Jahren in London, wo sie sich in der Szene von queeren und transgender-Künstlerinnen und -Künstlern bewegte und sich die transgender Identität "Hans" zulegte, lebt sie seit 2005 in Wien. Der Arbeitstitel der gemeinsamen Schau lautet "Invitation of the soft machine and her angry body parts". Gemeinsam mit Scheirl gestalteten die beiden Künstlerinnen auch die letztjährige Kunstinstallation auf dem verhüllten Turm des Wiener Rathauses. Es gehe in ihren "Begehrensräumen" um - sowohl queeres wie heterosexuelles - Begehren. Überhaupt gab Knebl das Motto aus: "Kunst raus aus dem elitären Raum und hinein in den Alltag damit!" Gleichzeitig soll Wien und Venedig, Reales und Virtuelles im Begleitprogramm verschränkt werden. Angekündigt wurden Video-Übertragungen, Hologramme und viel Präsenz vor Ort.

Einzelpräsentation einer Künstlerin im Österreich-Pavillon.

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