Hongkong: 1280 Dollar für jeden Bewohner - um Wirtschaft anzukurbeln

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Die letzte großangelegte Bargeld-Ausgabe der Hongkonger Regierung an alle dauerhaften Bewohner hatte es 2011 gegeben, drei Jahre nach der weltweiten Finanzkrise, die auch die chinesische Sonderverwaltungszone in die Rezession gestürzt hatte. Erwachsene mit festem Wohnsitz in Hongkong sollen 10.000 Hongkong-Dollar (etwa 1180 Euro) erhalten, teilte die Regierung der Metropole am Mittwoch mit.

Bereits vergangene Woche hatte die Hongkonger Regierung angekündigt, die am schlimmsten vom Coronavirus-Ausbruch betroffenen Sektoren mit 30 Milliarden Hongkong-Dollar zu unterstützen.

Finanzsekretär Paul Chan sagte in einer Rede, dass "entscheidende Maßnahmen" ergriffen werden müssten, die wirtschaftlichen Probleme der Stadt anzugehen. Chan kündigte weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft an.

Insgesamt sollen aus dem Haushalt von 120 Milliarden Hongkong-Dollar (etwa 14,16 Milliarden Euro) 71 Milliarden Hongkong-Dollar für rund sieben Millionen Menschen bereitgestellt werden. "Obwohl im Haushalt für das nächste Jahr ein rekordverdächtiges Defizit vorgesehen ist, glaube ich, dass wir nur mit einem solchen Haushalt unserer Gemeinde und den lokalen Unternehmen helfen können, ihre Schwierigkeiten zu überstehen", sagte Chan.

Wenn ein Staat ohne weitere Voraussetzungen Geld an seine Bürger verteilt, sprechen Ökonomen auch von Helikoptergeld. Der Begriff geht auf den Ökonomen Milton Friedman zurück, der ihn in einem Gedankenexperiment verwendete.

Die Idee dahinter ist, dass die Einwohner das geschenkte Geld unmittelbar ausgeben und so die Wirtschaft beflügeln.

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