Geheimpapier: Klinsmann rechnet mit Hertha und Preetz ab

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Jetzt das aktuelle Trikot von Hertha BSC bestellen - hier geht's zum Shop! Es ist eine knallharte Abrechnung, die nun aber auf Widerstand stößt. Der Sport-Bild wurde ein 22-seitiges Dokument (Sport-Bild) zugespielt, das Klinsmanns Sicht der Dinge widerspiegelt.

Die Reaktion der Hertha folgte auf der Pressekonferenz. U.a. wettert er gegen Manager Michael Preetz und empfiehlt die Absetzung aller Bosse.

Manager Preetz bekräftigte diese Linie am Mittag, sagte aber auch: "Wir behalten uns rechtliche Schritte vor". Nouri und sein Trainerteam wurden von Klinsmann noch einmal als Top-Leute gelobt, mit denen er weiter in Kontakt stehe. Klinsmann ist offenbar über den fehlenden Rückhalt für seinen Spieler entsetzt: "Kein einziges Mitglied der Geschäftsleitung, die ja immer komplett im Stadion vertreten ist, stellt sich der Rassismus Thematik nach dem Spiel". Preetz versicherte nach der Kritik: "Ich halte das aus, ich bin stabil". Dem Sportinformationsdienst versichert Klinsmanns Management auf Anfrage, man rätsele, wie das "Tagebuch" an die Öffentlichkeit gelangen konnte. Bye Bye Klinsmann, trauriges Ende keiner Ära. Eine weitere Stellungnahme gab es nicht. Und weiter: "Es fehlt jegliches Charisma in der Geschäftsleitung". Konkret bezichtigt Klinsmann Preetz einer miserablen Kaderplanung, der Etablierung einer Lügenkultur und "niveauloser Beleidigungen" der Schiedsrichter am Spielfeldrand. Von Klinsmanns Versuch, Ralf Rangnick für den Verein zu gewinnen. Die Presseabteilung: "Keine Ideen, keine Innovationen, alles nur Ausreden", nie werde "der Trainerstab verteidigt". Der ehemalige Leipzig-Coach sei interessiert gewesen, soll angeblich aber nicht mit Preetz zusammenarbeiten wollen.

Gegenbauer: "Für uns sind weder der Inhalt des Schreibens noch die Art und Weise des Vorgehens seitens Jürgen Klinsmann und seiner Berater André Gross und Roland Eitel nachvollziehbar".

Klinsmann hatte am 11. Februar nach 76 Tagen via Facebook überraschend seinen Rücktritt als Trainer verkündet. Seitdem trainiert sein Assistent Alexander Nouri den nach wie vor abstiegsbedrohten Hauptstadt-Klub. Wirklich ausgezahlt haben sich die Investitionen bisher nicht, Hertha ist 14. und befindet sich nach der desaströsen 0:5-Klatsche gegen Köln weiter im Abstiegskampf. Das Dokument, das der Bild vorliegt (Artikel hinter Bezahlschranke), trägt den harmlosen Titel "Zusammenfassung: Zehn Wochen Hertha BSC", hat es allerdings durchaus in sich.

Hertha BSC reagierte bereits auf die Abrechnung und meinte, dass "nahezu sämtliche Vorwürfe und Behauptungen nicht der Wahrheit entsprechen". Dem Verein sei abgesehen davon daran gelegen, die Personalie zu einem würdigen Ende zu bringen.

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