VW-Tochter Traton will US-Partner übernehmen

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Im Nutzfahrzeugmarkt bahnt sich eine Milliardenübernahme an. Schon jetzt hält die VW-Tochter 16,8 Prozent der Aktien an dem Wettbewerber.

Navistar und die Traton-Marken MAN und Scania arbeiten seit 2017 zusammen, nun will Vorstandschef Renschler jedoch nicht länger warten: "Im Lichte der weiteren Entwicklung der weltweiten Nutzfahrzeugbranche ist Traton der Auffassung, dass die vorgeschlagene Transaktion den logischen nächsten Schritt darstellt und weitere Vorteile schaffen wird", erklärte das Unternehmen. Allerdings ist Traton mit seinen Marken MAN und Scania in den USA bisher kaum vertreten - anders als die beiden schärfsten Konkurrenten Daimler und Volvo. Allerdings ist Traton dafür seinerseits in Europa und Südamerika präsenter.

Um aufholen zu können hat sich die VW-Tochter schon vor Jahren an dem amerikanischen LKW-Hersteller Navistar beteiligt. So will man sich den wichtigen Nutzfahrzeugmarkt in den Vereinigten Staaten erschließen. Schnell kamen aber Spekulationen über eine Aufstockung der Beteiligung auf, die vom Börsengang der ausgegliederten Nutzfahrzeug-Sparte Traton noch befeuert wurden. Der amerikanische Partner soll komplett übernommen werden.

Volkswagen war vor mehr als drei Jahren bei Navistar für 256 Millionen Dollar eingestiegen. Der Verwaltungsrat werde zusammen mit seinen Finanz- und Rechtsberatern den Vorschlag vor dem Hintergrund der eigenen strategischen Vorstellungen sorgfältig prüfen, hieß es in einer wenig später in Lisle verbreiteten Mitteilung. Die Führung von Navistar wurde in die Fusionspläne bisher nicht eingebunden.

Die Geschäftsleitung riet den Aktionären, zunächst nichts zu unternehmen.

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