Preis-Ärger: Edeka stoppt Bestellungen einiger Coca-Cola-Produkte

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"In unseren Filialen in Selm und Nordkirchen wird es daher auch weiterhin Produkte von Coke geben", sagt ein Mitarbeiter der Selmer Edeka-Filiale Geldmann auf Nachfrage.

Gibt es bald keine Coca-Cola-Produkte bei Edeka mehr? Als Reaktion darauf hat Edeka seinen Filialen in mehreren Regionen einen Bestellstopp empfohlen. Das bestätigte auch Anja Jonas, Sprecherin von Coca-Cola Deutschland.

"Mit Edeka verbindet uns eine langjährige, vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit". Rabatte dürfen demnach nur noch angeboten werden, wenn das gesamte Coca-Cola-Sortiment im Handel ist.

Im November hatte der Konzern nicht nur die Preise erhöht, sondern auch die Konditionen für Händler verschärft. Coca-Cola hingegen bedauere die Entscheidung: "Wir setzen auf die weitere Partnerschaft und möchten den Dialog über die zukünftige Zusammenarbeit fortführen". Laut "Lebensmittel Zeitung" werden "nationale Differenzen" sowie "Unstimmigkeiten auf internationaler Ebene" als Gründe genannt. Andere Medien berichten, als Grund werde nicht der Streit über die Konditionen angegeben, sondern Lagerkapazitäten und Sortimentanpassungen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Edeka - beziehungsweise der Einkaufsverbund Agecore, zu dem Edeka gehört - zu solchen Methoden greift. Vor etwas mehr als zwei Jahren hatte die Handelskette vorübergehend mehr als 200 Produkte von Nestlé aus dem Sortiment genommen.

Es ging damals nicht um die umstrittenen Methoden des Nahrungsmittelkonzerns, sondern ebenfalls um Lieferpreise.

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