IBM-Chefin tritt zurück - Cloud-Experte wird Nachfolger

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Vor acht Jahren übernahm Ginni Rometty als erste Frau in der IBM-Firmengeschichte die Leitung des Computerunternehmens. Ihr Nachfolger steht schon fest. Rometty war seit 2012 im Amt und bleibt noch bis Jahresende geschäftsführende Vorsitzende des Verwaltungsrates und tritt dann in den Ruhestand.

Rometty hatte IBM durch den Aufkauf von mehr als 65 anderen Firmen sowie interne Umstrukturierungen tiefgreifend umgeformt. Er wird den Posten des CEO ab dem 6. April 2020 innehaben.Arvind Krishna sei "ein brillanter Technologieexperte, der eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Schlüsseltechniken wie künstlicher Intelligenz, Cloud, Quantencomputer und der Blockchain gespielt hat", wird Rometty in der Pressemitteilung zitiert. IBM liegt im boomenden Cloud-Geschäft nach wie vor hinter Rivalen wie Amazon, Microsoft und Google zurück. IBM verbucht hier teilweise auch starkes Wachstum. Das reicht jedoch nicht, um die Probleme in der klassischen Hardware-Sparte mit Servern und Großrechnern zu kompensieren. Romettys Zeit an der IBM-Spitze begann mit einem fünfeinhalb Jahre langen Umsatzrückgang. IBM hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, im vierten Quartal das erste kleine Umsatzplus seit sechs Vierteljahren geschafft zu haben. IBM ließ sich den Zukauf mehr als 30 Milliarden Dollar kosten. Das hat das Unternehmen Donnerstagabend verlautbart.

Anleger reagierten positiv auf die Ankündigung des Chefwechsels, die Aktie drehte nachbörslich ins Plus und stieg zunächst um rund vier Prozent. An der Wall Street hat der Konzern schon länger einen schweren Stand, trotz des amerikanischen Börsen-Booms konnte die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten kaum einen Kursgewinn verbuchen.

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