Bereits 9 Tote durch Corona-Virus in China - Ein Krankheitsfall in USA

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Nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit in China ist die Zahl der bestätigten Fälle auf 308 gestiegen.

In Wahrheit schon mehr als 1.700 Infizierte?

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Chinesische Behörden fürchten eine weitere Ausbreitung der Infektionen durch aktuelle Reisewelle anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes ab dem 25. Januar 2020 und ergreifen lokal drastische Maßnahmen wie Reiseverbote aus Wuhan und Temperatur-Screenings an Flughäfen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Nationale Gesundheitskommission von China warnen vor einem unbekannten Virus, der sich derzeit in China ausbreitet.

"Wir müssen in den kommenden Tagen mit mehr Fällen in anderen Teilen Chinas und möglicherweise auch in anderen Ländern rechnen", erklärte der Sprecher der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tarik Jašarević, am Dienstag in Genf. Die betroffene Frau habe sich vorher im chinesischen Wuhan aufgehalten, wo der Großteil der Infektionsfälle aufgetreten ist.

Lässt sich das aktuelle Risiko für die Bevölkerung in Deutschland einschätzen? Ein dortiger Fisch- und Geflügelmarkt gilt als Ausgangspunkt des Erregers. Das Virus wurde bei einem in Seattle im nordwestlichen Bundesstaat Washington lebenden Mann nachgewiesen, der zuvor nach Wuhan gereist war.

Auch der SARS-Erreger von 2002/2003 war höchstwahrscheinlich von einem Wildtier auf den Menschen übergesprungen, vermutlich von Schleichkatzen. Neun Menschen habe das mittlerweile das Leben gekostet, ergänzte Li. Laut dem Amt gibt bislang aber keine Hinweise darauf, dass sich das Virus leicht von Mensch zu Mensch überträgt. Nach Angaben eines Sprechers soll der Ausschuss für Gesundheitssicherheit am Donnerstag zusammenkommen. Nach chinesischen Angaben ist das Virus von Mensch zu Mensch übertragbar. Durch die Ähnlichkeit zum SARS-Virus liegt allerdings die Vermutung nahe, dass bei einer Coronavirus-Infektion wie bei SARS nur die Begleiterscheinungen gemildert werden können.

Die Ausbreitung des Coronavirus in Asien weckt beunruhigende Erinnerungen an die Sars-Epidemie. Sars löst das Schwere Akute Atemwegssyndrom aus.

"Es ist dieselbe Virusart, nur in einer anderen Variante", erklärte der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin am Dienstag. Unterschiede gebe es vor allem bei den Proteinen, mit denen das Virus an menschliche Zellen andocke. In China ist die Zahl der neu Infizierten unterdessen sprunghaft auf gut 290 angestiegen, sechs Menschen erlagen dem Virus.

In Peking waren am Dienstag und Mittwoch ungewöhnlich viele Menschen mit Schutzmasken unterwegs.

Da der neuartige Virustyp noch nicht vollständig erforscht werden konnte, gibt es auch noch keine einheitliche Behandlungsempfehlung.

Nach derzeitigem Wissen sorge es für Fieber und Symptome einer Lungenentzündung.

Die nationale chinesische Gesundheitsbehörde kündigte verstärkte Desinfizierungen von Flughäfen und Bahnhöfen sowie in Einkaufszentren an.

In den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes wird selbst das Infektionsrisiko für deutsche Reisende in Wuhan "als moderat eingeschätzt".

Die US-Botschaft in Peking gab eine Reisewarnung aus.

Derzeit empfiehlt die WHO keinerlei Reise- oder Handelsbeschränkungen. Deshalb gibt es auch jetzt offiziell eine patriotische Gesundheitskampagne: Hände waschen, Müll rausbringen und die ganze Wohnung so gut es geht reinigen.

US-Behörden begannen bereits Ende vergangener Woche, anreisende Passagiere aus Wuhan an drei Flughäfen in New York City, San Francisco und Los Angeles auf Symptome zu überprüfen. An diese sollen sich Ärzte halten um, eine mögliche Pandemie zu verhindern. Eine Reisewarnung für Touristen hat die WHO bislang nicht ausgesprochen. Nach seiner Rückreise wurde in Japan dann das neue Virus festgestellt. Zusammen mit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) beobachte die Kommission die Ausbreitung des Erregers sehr genau.

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