Weihnachtsmarkt Berlin: Verdächtige vom Breitscheidplatz stammen aus Salafisten-Szene

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Der Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz in Berlin. Deshalb sei der Platz geräumt worden.

Drei Jahre nach dem Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz ist dieser am Samstag wegen zwei verdächtiger Männer geräumt worden.

In Anbetracht des Ortes habe die Polizei "sensibel reagiert", sagte ein anderer Polizeisprecher.

Zuvor hatte die Polizei auf dem Weihnachtsmarkt zwei Männer in Gewahrsam genommen.

Aufgrund des Verhaltens der beiden Männer kann die Polizei nicht ausschließen, dass sich ein verdächtiger Gegenstand, möglicherweise Sprengstoff, auf dem Weihnachtsmarkt-Gelände befindet. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit 350 Beamten und Spürhunden im Einsatz.

Am Sonntag wird klar: Die Männer gehören der salafistischen Szene an. Weitere Erkenntnisse dazu gebe es nicht, heißt es. Eine Polizeisprecherin bestand darauf, dass es zu keiner offiziellen Festnahme gekommen sei. Dies habe sich im Lauf des Abends aber nicht bestätigt.Als Grund nannte die Polizei eine Namensähnlichkeit. Außerdem offenbaren sich Differenzen zwischen Pass und Aufenthaltstitel eines der Männer, woraus sich Widersprüche zur tatsächlichen Identität ergeben. Die Beamten suchten den Platz und die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche nach verdächtigen Gegenständen ab. Um 22.49 Uhr werden sie aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

Ein bewaffneter Polizist steht an einer Zufahrt zum Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Allein in diesem November seien zwei Anschläge abgewendet worden. Das teile die Berliner Polizei auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Erst am Freitag hatte es am Breitscheidplatz ein Gedenken an die Opfer dieses Attentats gegeben.

"Alle Besucher haben den Weihnachtsmarkt ruhig und besonnen verlassen".

Auf einem Video bei Youtube berichtet ein Betroffener von der Evakuierung des Platzes, zu sehen sind Polizisten, die die mit Glühwein und Bratwurst ausgerüstete Besucher des Marktes zum Weitergehen auffordern.

Es bleibt das Gefühl, dass der Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt das Leben in Deutschland nachhaltig verändert hat. Bei dem Anschlag wurden zwölf Menschen getötet und Dutzende verletzt. Es sei deutlich geworden, dass die freiheitliche Demokratie verwundbar sei.

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