Urteil: E-Books dürfen nicht weiterverkauft werden

Einstellen Kommentar Drucken

"Die deutliche Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist ein großer Erfolg, denn sie sichert ein faires Urheberrecht". In allen drei Fällen hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband gegen Online-Buchhändler geklagt, die per AGB den Weiterverkauf von E-Book- bzw.

Nur echt mit 52 Eselsohren: Gelesene E-Books dürfen nicht weiterverkauft werden, urteilt der Europäische Gerichtshof. Das höchste EU-Gericht hat geurteilt. Kunden, die dort ein Buch gekauft haben, werden dazu aufgefordert, es nach der Lektüre an das Unternehmen zurückzuverkaufen und das eigene Exemplar zu löschen. Durch einen Wiederverkauf digitaler Medien sei dies deutlich stärker beeinträchtigt als im Fall gedruckter Bücher. Der niederländische Verlegerverband hatte gegen diese Praxis geklagt. Der Zustand digitaler Kopien werde durch den Gebrauch schließlich nicht schlechter - damit seien sie auf dem Second-Hand-Markt perfekter Ersatz für neue Exemplare. Vor dem Berufungsgericht Amsterdam legten NUV und GAU Rechtsmittel ein, das es Tom Kabinet untersagte, einen Online-Dienst bereitzustellen, der den Verkauf rechtswidrig heruntergeladener E-Books ermöglicht. Vielmehr müsse ebenso berücksichtigt werden, wie viele Menschen ein Buch nacheinander lesen könnten. In Deutschland haben bereits drei Gerichte den Weiterverkauf von E-Books als unvereinbar mit dem Urheberrecht eingestuft. Kreativschaffende sind darauf angewiesen, für ihre Arbeit angemessen vergütet zu werden.

Comments