Heftige Unwetter in West- und Südeuropa: Drei Tote in Spanien

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Von den Unwettern waren auch Portugal und Frankreich betroffen.

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Österreichs ist am Samstag der deutsche Pilot ums Leben gekommen.

Für 18 Departements im Süden des Landes gab es einen Wetteralarm - die Menschen wurden aufgefordert, besonders vorsichtig zu sein. Nach der Absage der Männer-Abfahrt im italienischen Grödnertal wegen Schneefalls, Regens und Nebels gab der Internationale Skiverband FIS am Samstag auch die Absage der Abfahrt der Frauen in Val d'Isére wegen des anhaltenden starken Schneefalls und Winds bekannt. In Südfrankreich wurde ein Segler vermisst, nachdem sein Boot bei Marseille gekentert war.

In verschiedenen Teilen von Spanien forderte der Sturm "Elsa" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern seit Mittwoch fünf Menschenleben. In den Regionen Galicien und Asturien galt wegen des starken Winds die höchste Alarmstufe. Ein Mann starb am Samstag in Huéscar bei Granada, als sein Wagen von Wassermassen überflutet wurde. In Andalusien kam ein Mann ums Leben, dessen Auto vom Hochwasser mitgerissen wurde. Der Sturm "Elsa" führte auf der gesamten iberischen Halbinsel zu Überschwemmungen, unzählige Bäume wurden entwurzelt, Zehntausende Menschen waren am Sonntag ohne Strom. Eine Passantin wurde von herabfallenden Fassadenstücken erschlagen. Wie spanische Behörden am Samstag mitteilten, starb in Madrid eine 32 Jahre alte Südkoreanerin, die von einem herunterfallenden Gebäudeteil in der Nähe des bei Touristen beliebten Prado-Museums in der Calle Alcalá getroffen worden war und ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt. Ein Sprecher der Stadt äußerte die Vermutung, die Unwetter könnten zu dem Unglück geführt haben. Wir halten Sie über die neuesten Entwicklungen in unserem News-Ticker zum Unwetter auf dem Laufenden. Ein Autofahrer in der Region Friaul-Julisch Venetien im Nordosten des Landes wurde getötet, als er mit seinem Wagen auf eine überflutete, für den Verkehr gesperrte Straße fuhr, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Unweit von Florenz fiel ein Motorradfahrer aus noch nicht geklärten Gründen in den Fluss Saterno. Er konnte von der Feuerwehr nur noch tot geborgen werden. In Neapel im Südwesten des Landes wurde ein Mann von einem umkippenden Baum erschlagen.

In Venedig stieg erneut das Hochwasser. Seit Samstagmorgen steht das Wasser bei 120 Zentimetern über dem Meeresspiegel. Ab 140 Zentimetern gilt der Wasserstand als außergewöhnlich.

Venedig leidet noch immer unter den Folgen des katastrophalen Hochwassers, das am 12. November fast das ganze historische Zentrum überflutet und enorme Schäden angerichtet hatte. Damals war das Wasser auf 187 Zentimeter über den normalen Meeresspiegel gestiegen.

Sogar der Eingang des Markusdoms war überflutet: Das Hochwasser erreichte im November einen Höchststand von 1,87 Meter. Gondeln und Boote wurden aus ihren Vertäuungen gerissen und trieben durch die Kanäle. Ein Segler werde vermisst, zwei Besatzungsmitglieder wurden gerettet.

Nach dem Durchzug des Wintersturms "Fabien" sind in Südwestfrankreich rund 95'000 Haushalte ohne Strom.

An der Atlantikküste habe der Wind Geschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern erreicht, berichtete der Radionachrichtensender Franceinfo. Heftige Niederschläge und Winde machten am Sonntagfrüh auch der Toskana und der Hauptstadt Rom zu schaffen. Alle Flughäfen der Insel wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen, der Fährverkehr wurde bereits zuvor eingestellt.

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