Google muss 150 Millionen Euro Wettbewerbsstrafe zahlen

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Google muss in Frankreich ein Strafgeld von 150 Millionen Euro zahlen, weil die Wettbewerbsaufsicht den Missbrauch einer beherrschenden Marktposition bei der Suchmaschinenwerbung festgestellt hat.

Konkret werfen die Pariser Wettbewerbshüter Google vor, durch undurchsichtige Regeln für Werbetreibende die Entwicklung alternativer Angebote verhindert zu haben. Google kündigte an, Berufung einzulegen. Dem Internet-Konzern wurde auch auferlegt, die Regeln für Google Ads und das Verfahren für die Sperrung von Accounts der Werbekunden klarer zu gestalten. Im September hatten sich die Staatsanwälte fast aller US-Bundesstaaten für Kartellermittlungen gegen Google zusammengetan. "Google hat für bestimmte Unternehmen, die von diesen Anzeigen leben, Macht über Leben und Tod", sagte Isabelle de Silva, Vorsitzende der Wettbewerbsbehörde.

Es handelt sich um die dritthöchste Strafe, die die französische Wettbewerbsbehörde nach eigenen Angaben bisher wegen Marktmissbrauchs verhängt hat. So musste Google in der Vergangenheit in der EU schon so häufig Strafen zahlen, dass die Höhe der Strafzahlungen teilweise die Höhe der Steuern, die das Unternehmen in einem Jahr bezahlt, überstiegen. Sie liege zwischen 90 und 100 Prozent. Bei der Suchmaschinen-Werbung seien andere Anbieter unzulässigerweise behindert worden, lautete die Begründung.

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