Gedenken an Opfer des Anschlags am Berliner Breitscheidplatz

Einstellen Kommentar Drucken

Der Weihnachtsmarkt wurde vorübergehend geschlossen, die Lichter am Breitscheidplatz ausgeschaltet.

Es sind diese zwei Worte, die nicht nur in Berlin etwas auslösen: Weihnachtsmarkt und Breitscheidplatz.

Die Gewerkschaft der Polizei Berlin warnte vor Spekulationen.

In einem Pressestatement vor Ort hatte die Polizei nach der Räumung bekanntgegeben, dass zwei Männer in Gewahrsam seien. Der Verdacht, dass die beiden Männer einen "gefährlichen Gegenstand" auf dem Weihnachtsmarkt abgelegt haben könnten und einer der Männer mit einem Haftbefehl gesucht werde, habe sich letztlich aber nicht bestätigt. Festnahmen habe es nicht gegeben.

Blick auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Die beiden seien durch ihr Verhalten aufgefallen, sagte eine Polizeisprecherin am Abend der dpa. Als Grund für die Vermutung nannte die Polizei eine Namensähnlichkeit. Insgesamt wurden bei dem Anschlag vom 19. Dezember 2016 zwölf Menschen getötet und Dutzende verletzt. Drei Jahre nach dem Terroranschlag wird der Platz erneut geräumt. Bei den Festgenommen soll es sich um Syrer handeln, die Erfahrung mit Sprengstoff haben sollen, so "Bild". Alle Besucher hätten den Weihnachtsmarkt "ruhig und besonnen verlassen", erklärte die Polizei. "Auch eine Veranstaltung in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche musste in diesem Zusammenhang vorzeitig beendet werden", so die Beamten weiter. Nun sorgt ein verdächtiger Gegenstand für Aufregung. Islamistische Gefährder sollten einheitlich unter Federführung des Bundeskriminalamtes überwacht und Daten besser mit den Ländern ausgetauscht werden, forderte der Berliner Landeschef Norbert Cioma.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn teilte mit, wegen des Polizeieinsatzes würden die S-Bahnen am Bahnhof Zoologischer Garten nicht halten. Sowohl der Breitscheidplatz als auch die benachbarten Gedächtniskirche sind durchsucht worden.

Dezember 2016 war der islamistische Attentäter Anis Amri mit einem entführten Lastwagen in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gefahren. Etwa ebenso viele Menschen könnten bisher nicht mehr so wie vor dem Anschlag arbeiten. Amri wurde auf der Flucht in Italien von Polizisten erschossen.

Nach dem Anschlag war auch über die Versäumnisse der Behörden diskutiert worden, wie fr.de* im März 2018 berichtete.

Comments