Hitzewelle verschärft Krise um Buschbrände in Australien

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Im Osten Australiens halten eine 60 Kilometer breite Feuerfront nahe der Millionenstadt Sydney und zahlreiche weitere Buschbrände die Feuerwehr und die Einwohner in Atem. Der Himmel ist voller Rauch, die Einsatzkräfte kämpfen verbissen gegen die Flammen. Aus dem Walkabout Wildlife Park wurden vorsorglich 300 Tiere in Sicherheit gebracht, darunter Eidechsen, Pfauen, Beuteltiere und Australische Wildhunde.

Dies sagte der stellvertretende Brandschutzbeauftragte des Gliedstaats New South Wales am Freitag.

Schon seit Tagen liegen als Folge der Buschfeuer Rauchschwaden über Sydney, es regnete Asche. Gesundheitsbehörden riefen die Einwohner dort und in anderen betroffenen Gegenden von New South Wales auf, sich auf noch länger andauernde und heftigere Luftverschmutzung einzustellen. Nach Behördenangaben explodierte in dem Brand ein mit Feuerwerkskörpern beladener Container. Schulen und öffentliche Einrichtungen in der Stadt haben Sportveranstaltungen und Aktivitäten im Freien längst abgesagt. Die rund eine Autostunde von dem Brand entfernte größte Stadt Australiens war erneut von einer giftigen Rauchwolke eingehüllt. Badelustige saßen etwa am Strand "Milk Beach", von dem aus ein wunderbarer Blick auf die berühmte Harbour-Bridge möglich ist.

Außer Kontrolle geratene Buschfeuer haben Bewohner im australischen Bundesstaat Queensland am Samstag in die Flucht getrieben. Verschärft wird die Lage durch die seit 18 Monaten anhaltende Dürre. Die Meteorologiebehörde rechnet allerdings auch für die kommenden Tage mit Temperaturen bis 40 Grad Celsius oder darüber sowie Trockenheit und Wind - ein Mix, der die Feuer weiter begünstigen dürfte. Betroffen sind vor allem die Bundesstaaten Queensland und New South Wales. Die Brandsaison setzte allerdings in diesem Jahr früher ein. Seit dem Beginn der Brandsaison im September wurden mehr als 600 Häuser zerstört, sechs Menschen kamen ums Leben.

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