Hammer-Urteil! Vier Jahre Dopingsperre für Russland

Einstellen Kommentar Drucken

Hammer-Strafe im russischen Doping-Skandal: Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat im Skandal um manipulierte Daten aus dem Moskauer Kontrolllabor eine Vierjahressperre gegen Russland verhängt.

Die WADA schliesst Russland Medienberichten zufolge wegen der Manipulation von Labordaten für vier Jahre von Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und allen anderen Sportgrossereignissen aus.

Im Dezember 2014 wurde der Stein rund um den russischen Dopingskandal ins Rollen gebracht. In Russland habe es von "mindestens Ende 2011 bis August 2015" Staatsdoping gegeben. "Wahrscheinlich wird die Entscheidung für Russland schwer", sagte Medwedew.

Russische Sportler dürfen als "neutrale Athleten" an diesen Events teilnehmen, wenn sie zuvor nachgewiesen haben, dass sie nicht Teil des Dopingsystems waren. "Wer über Jahre hinweg die Werte des Sports mit Füßen tritt, gehört auf die Strafbank", sagte Alfons Hörmann.

Hintergrund ist der Streit um manipulierte Daten aus dem Moskauer Kontrolllabor.

"Das Doping in Russland hat zu lange dem sauberen Sport geschadet", sagte Wada-Präsident Craig. Die WADA-Entscheidung sollte der russischen Sportpolitik Anlass zum Nachdenken geben. Die RUSADA hat die Regeln grob missachtet. Am gleichen Tag verlängert die IAAF die Sperre Russlands erneut.

Russland will gegen die neuen Strafen Einspruch einlegen. Zudem entzog die WADA der nationalen Anti-Doping-Agentur RUSADA die Zulassung bis 2023. Für Medaillengewinner gab es keine Hymne.

Das Urteil, so Ganus, sei eine Tragödie für die sauberen russischen Athleten. Russland werde für seine Sportler kämpfen, sagte die Parlamentsabgeordnete Swetlana Schurowa am Montag der Agentur Interfax zufolge. Dies könnte bedeuten, dass etwa die Zeit für einen Ersatzausrichter der Rodel-WM zu kurz ist. Der Verstoß der russischen Behörden gegen die im September 2018 genehmigten Bedingungen zur Wiedereinsetzung der Rusada verlangten nach einer robusten Reaktion. Russland darf diese Wettbewerbe auch nicht ausrichten oder sich auch nur um diese bewerben.

Seinen Regierungsvertretern und Sportfunktionären ist der Besuch dieser Veranstaltungen untersagt. Die Entscheidung der Wada sei ein Mittel, um russische Athleten aus dem internationalen Sport zu verbannen, kritisierte der Vize-Chef des russischen Parlaments, Pjotr Tolstoi.

Welche konkreten Auswirkungen die am Montag gefällten Sanktionen nun haben, ist noch weitgehend unklar. Mit St. Petersburg stellt Russland auch einen der zwölf Austragungsorte der EM 2020. Nur wenn die Sbornaja sich für die WM-Endrunde in drei Jahren qualifiziert, würden die Sanktionen greifen.

- Die russische Anti-Doping-Agentur Rusada wird für vier Jahre gesperrt (non-compliant).

Juni 2016: Die IAAF bestätigt in Wien die Suspendierung des russischen Verbandes und besiegelt damit praktisch das Aus der russischen Leichtathletik für die Olympischen Spiele in Rio.

Comments