Alleine und auf Socken:Fünfjähriger trägt Baby durch -31 Grad Kälte

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Bei den arktischen Temperaturen im US-Bundesstaat Alaska fiel nämlich in einem Haus der Strom aus und die Fünfjährige war mit ihrer Schwester (1) allein zu Hause.

Warum die Kinder allein in dem Haus zurückgelassen wurden, ist den Berichten zufolge ebenso unklar wie die Rolle der 37-Jährigen, die inzwischen im Fairbanks Correctional Center in Haft sitzt.

Als der Strom ausfiel, wusste sich das fünfjährige Kind nicht anders zu helfen: Aus Angst vor der Dunkelheit schnappte es sich das 18 Monate alte Baby - und trug es durch die Eiseskälte bis zu einem benachbarten Haus. Wie die "New York Times" am Sonntag (Ortszeit) berichtete, waren die Kinder in dem Ort Venetie allein gelassen worden. Beide erlitten jedoch wegen der Kälte und ihrer leichten Kleidung Verletzungen.

Die von den Nachbarn informierte Polizei musste schließlich mit einem Hubschrauber in das abgelegene Gebiet mit nur 166 Einwohnern fliegen.

Behördensprecher Ken Marsh erklärte: "Sie haben zwischen zwölf und 16 Stunden gebraucht, um endlich anzukommen". "Glücklicherweise waren wir zuversichtlich, dass die Kinder in guten Händen waren, weil die Nachbarn sie aufgenommen und wir mit ihnen gesprochen hatten", sagte ein Sprecher der Abteilung für Öffentliche Sicherheit in Alaska.

Eine 37-Jährige Frau wurde wegen der Vorfälle festgenommen. Bei dem Marsch zogen sich beide Kinder typische Kälteverletzungen zu - bei beiden rechnen die Behörden aber damit, dass sie sich vollständig von den Strapazen erholen werden. Ob es sich dabei um die Mutter handelt oder in welcher Beziehung sie zu den Kindern steht, ist nicht bekannt. Von November bis März kann es zu Extremtemperaturen von bis zu minus 60 Grad kommen.

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