Treffen mit Epstein-Opfer?:Prinz Andrew kann sich "nicht erinnern"

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Und mitten drin ist ausgerechnet Prinz Andrew. Prinz Andrew sagte, sein Aufenthalt bei Epstein sei "für ein Mitglied der Königlichen Familie nicht geziemend" und "enttäuschend". Ihm wurde vorgeworfen, minderjährige Mädchen zur Prostitution gezwungen zu haben. Der zweitälteste Sohn von Königin Elizabeth II. gab der BBC nun ein Interview über sein Verhältnis zu dem Geschäftsmann.

Der wegen Missbrauchsvorwürfen inhaftierte Multimilliardär Jeffrey Epstein wurde im August tot in seiner Gefängniszelle gefunden.

Zu den mutmaßlichen Opfern von Epstein soll auch Giuffre zählen.

Der britische Prinz Andrew kann sich nach eigenen Angaben nicht an ein Treffen mit einem mutmaßlichen Opfer des verstorbenen US-Multimillionärs Jeffrey Epstein erinnern. "Er weiß, was er getan hat", so Giuffre im August vor Gericht, "ich hoffe er macht reinen Tisch". Zu einer Begegnung mit dem mutmaßlichen Opfer sagte er: "Ich habe keine Erinnerung daran, diese Dame jemals getroffen zu haben, überhaupt nicht".

Die US-Amerikanerin Virginia Roberts Giuffre hatte gesagt, sie sei erstmals als 17-Jährige gezwungen worden, mit dem Prinzen Sex zu haben.

In schlechtem Licht lässt Andrew, den die britische Boulevardpresse in den 1980ern wegen seiner Liebschaften "Randy Andy" (etwa: "Geiler Andy") nannte, vor allem die Frage stehen, inwiefern er selbst Epsteins Zuführungen Minderjähriger in Anspruch nahm.

Zudem bestritt er kategorisch, Sex mit Giuffre gehabt zu haben. Dass er gleichzeitig auch damals noch in Epsteins Wohnung übernachtete, begründete der Herzog von York damit, dass dies einerseits praktikabel, andererseits "ehrenhaft" gewesen sein. Auch dass Epstein in Windsor zu Gast war und an einem Abendessen teilnahm, um die Freilassung des Multimillionärs aus dem Gefängnis zu feiern, wurde bestätigt. Auch das FBI soll gegen den Vater von Prinzessin Eugenie und Prinzessin Beatrice ermitteln. Prinz Andrew wies Giuffres Anschuldigungen wiederholt zurück. In dem BBC-Interview sagte er laut vorab veröffentlichten Auszügen, er bereue, dass er auch nach der Verurteilung Epsteins im Jahr 2008 dessen Freund geblieben sei. Es sei das erste Mal, dass der Prinz Fragen zu dem Missbrauchsskandal beantwortet, teilte die BBC am Freitag mit. Er habe die Personen als Angestellte betrachtet.

Epstein zählte zahlreiche Prominente aus Politik und Gesellschaft zu seinen Freunden. Andrew hatte bereits mehrmals beteuert, diese Behauptung sei unwahr. Während der Zeit, als ich mit ihm bekannt war, sah ich ihn unregelmässig und wahrscheinlich nicht mehr als ein- oder zweimal im Jahr. Die Interviewerin unterbrach: "Unangenehm? Er war ein verurteilter Sexualstraftäter". "In der begrenzten Zeit, die ich mit ihm verbracht habe, sah ich niemals oder wurde ich niemals Zeuge eines Verhaltens, das letztlich zu seiner Verhaftung und Verurteilung geführt hätte".

"Ja, es tut mir leid, ich bin höflich - ich meine in dem Sinne, dass er ein Sexualstraftäter war", antwortete der Prinz, bevor er seine Rechtfertigung fortsetzte, warum er bis 2010 in Kontakt mit Epstein blieb.

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