Mexiko: Fallgruben für Mammuts entdeckt

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Der Fund wurde in Tultepec nahe der Hauptstadt Mexiko City gemacht.

An einigen der mehr als 14.000 Jahre alten Knochen fanden die Wissenschaftler Spuren, die darauf hindeuten, dass die Mammuts gejagt wurden.

Der Fund ist gleich auf mehrere Weisen eine Sensation: Es ist der größte Fund von Mammut-Knochen überhaupt - und er zeigt, dass die Menschen in der Steinzeit bei der Jagd viel organisierter vorgegangen sein dürften als bisher angenommen. Diese waren offenbar von Menschen einst gezielt als Mammutfallen angelegt worden, heißt es in einem Bericht von Mexikos Nationalem Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH). Außerdem gehen die Forscher davon aus, dass sie weltweit zum ersten Mal eine von Menschen gebaute Mammut-Falle nachgewiesen haben. Die Experten nehmen an, dass dort früher mindestens fünf Mammutherden lebten.

Die Gruben wurden bei Bauarbeiten für eine geplanten Abfalldeponie rund 40 Kilometer nördlich der Haupstadt Mexiko-Stadt gemacht. Die Forscher berichten, die Gruben seien etwa 1,70 Meter tief gewesen und hatten einen Durchmesser von etwa 23 Metern. "Der Fund stellt einen Umbruch im Denken über die Interaktion zwischen Menschen und den Rüsseltieren dar" sagt Pedro Sánchez Nava, Chefarchäologe des INAH. Darin wurden auch Überreste von zwei anderen Spezies gefunden: ein Pferd und ein Kamel. Die Archäologen vermuten nun in der Umgebung weitere Fallgruben.

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