Jobabbau: AUA streicht bis zu 800 Stellen

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Auf die Austrian Airlines kommen saftige Einsparungen von geplanten 90 Millionen Euro zu. Der AUA drohen deshalb nicht nur heuer, sondern auch 2020 Verluste. In einer Ausssendung teilte AUA-Finanzchef Wolfgang Jani Donnerstagfrüh mit, dass die Fluglinie nun die Personal- und Sachkosten bis Ende 2021 jährlich um 90 Millionen Euro senken will. Über den damit verbundenen Personalabbau, der sich auf 700 bis 800 Stellen beläuft, ("Die Presse" berichtete), informierte der Konzern in einer Pressekonferenz. Das mögliche "Maximum" des Stellenabbaus soll über die natürliche Fluktuation erfolgen, man rechnet hierbei mit 200 bis 250 Stellen. Allerdings wird die Lufthansa die Strecke Graz-Frankfurt ab dem Jahreswechsel wieder selbst abdecken - das heißt, die AUA-Crews dieser Strecke müssen wechseln: Sie sollen ab 1. April in Wien arbeiten. Zudem soll an jeder Schraube gedreht werden. Aktuell hat das Unternehmen 7038 Mitarbeiter, vor einem Jahr waren es noch 7104.

Nach neun Monaten ist der bereinigte operative Gewinn (Ebit) um 85 Prozent, von 110 auf 17 Mio. In den Sommermonaten, dem dritten Quartal, lag das Ergebnis bei 70 Millionen Euro - um ein ganzes Drittel unter dem des Vorjahreszeitraums.

Bereits im Frühjahr hatte die AUA in einem ersten Sparpaket rund 30 Millionen Euro eingespart.

"Die Billigflieger-Schwemme und die gestiegenen Kerosinkosten drücken auf die Ticketpreise und somit auf unser Ergebnis", erklärte Jani. Die Gewinnerwartung für die Frachttochter Lufthansa Cargo schraubte die Lufthansa zurück auf eine Rendite von null bis zwei Prozent von vier bis sechs Prozent.

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