Grubenunglück in Teutschenthal: Alle Bergleute gerettet

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Es habe sich nach ersten Erkenntnissen ein explosives Gasgemisch gebildet.

Feuerwehrleute in Teutschenthal: Auf dem Gelände der Grube hat sich eine Explosion ereignet.

Rund 30 Menschen sind "MZ" zufolge in einem Sicherheitsbereich unter Tage eingeschlossen. Zwei Personen wurden bei dem Unglück verletzt.

Demnach seien sie 700 Meter tief unter der Erde gefangen. Dem Landesbergamt zufolge sind sie mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet.

Bei der Grube handelt es sich um ein sogenanntes Versatzbergwerk, das nach seiner Stilllegung im Jahr 1982 unterirdisch verfüllt wird. Im teutschenthaler Bergwerk werden heute auf 14 Quadratkilometern Grundfläche mineralische Abfälle deponiert. Zahlreiche Rettungskräfte sind vor Ort.

Neues zum Thema: Gegen 11.40 Uhr MEZ meldete die Polizei, dass alle Personen geborgen wurden. Der Letztere habe Verletzungen durch herumfliegendes Gestein erlitten. Die 24 und 44 Jahre alten Männer wurden zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Ein Sprecher des Wirtschaftministeriums sagte gegenüber dem MDR, es wurden bei der Verpuffung keine größeren Schäden angerichtet, die Fahrstühle seien in Takt. Mutmaßlich habe es sich aber um eine explosionsartige Verpuffung von Gasen gehandelt.

Ein Polizist geht in Richtung Grube Teutschenthal.

Update 12.13 Uhr: Die nach einer Verpuffung in der Grube Teutschenthal in Sachsen-Anhalt zeitweise unter Tage eingeschlossenen Menschen sind alle befreit. Inzwischen wurde Entwarnung gegeben.

Die Ursache des Unglücks ist trotzdem noch nicht abschließend geklärt. Die Experten des Amts führen noch heute unter Tage, um mit den Untersuchungen zu beginnen, sagte Schaar. Nun ermittelt die Polizei. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen fahrlässiger oder vorsätzlicher Körperverletzung auf. Ein deutscher und ein polnischer Mitarbeiter wurden verletzt, einer davon schwer.

Neben den beiden Verletzten konnten 36 unverletzte Kumpel gerettet werden.

Das für die Verfüllung von Hohlräumen verwendete Material stamme zum Teil aus Müllverbrennungsanlagen, sagte Erik Fillinger, Geschäftsführer der Grube. Die beiden Kumpel wollten gerade die Arbeit dort aufnehmen. Andere wiederum etwas näher in einem Pausenraum unter Tage. "In dem Filterstaub ist auch Wasserstoff enthalten", sagte Fillinger vor Journalisten.

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