SAP will mehr Geld an die Aktionäre ausschütten

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Der ehemalige SAP-Chef Bill McDermott hatte bereits im April für die Zukunft höhere Dividenden angekündigt, allerdings noch keinen konkreten Plan vorgelegt. Gelingen soll das etwa über zusätzliche Aktienrückkäufe oder eine Sonderdividende.

Das Programm ergänze die bestehende Dividendenpolitik, mindestens 40 Prozent des Konzerngewinns in Form der regulären Dividende auszuschütten, hieß es von SAP. Grund waren vor allem Kosten für den Personalumbau.

SAP habe erhebliche Flexibilität, die Ausschüttungen an die Aktionäre anzuheben, schrieb Goldman-Sachs-Analyst Mohammed Moawalla. Vorstand und Aufsichtsrat sind davon überzeugt, dass Investitionen in innovative Produkte und Wachstum zusammen mit Kapitalausschüttungen den Unternehmenswert steigern und damit SAP für Aktionäre attraktiver machen. Über Aktienrückkäufe oder Sonderdividenden will SAP bis Ende des kommenden Jahres 1,5 Milliarden Euro zusätzlich an die Anteilseigner zurückgeben, wie das Dax-Schwergewicht am späten Montagabend in Walldorf mitteilte.

Für 2018 hatte SAP 1,50 Euro je Aktie an Dividende gezahlt und damit rund 1,8 Milliarden Euro ausgeschüttet.

Am Dienstag kommender Woche wollen die beiden neuen Vorstandschefs Morgan und Klein auf einer Kapitalmarktveranstaltung darüber informieren, wie sie die von McDermott angekündigte Steigerung der operativen Marge um fünf Prozentpunkte in den kommenden fünf Jahren hinkriegen wollen. Singer ist bekannt dafür, sich in Unternehmen am Scheideweg einzukaufen und dann lautstark an Weichenstellungen mitwirken zu wollen.

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