Maas: Kramp-Karrenbauer hat deutsche Außenpolitik beschädigt

Einstellen Kommentar Drucken

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) vorgeworfen, mit ihrem Nordsyrien-Vorstoß die deutsche Außenpolitik "beschädigt" zu haben.

Kramp-Karrenbauer hatte sich vor zwei Wochen für die Einrichtung einer international kontrollierten Sicherheitszone in Nordsyrien ausgesprochen. Dieser sei weder innerhalb der Bundesregierung noch "innerhalb der Union" abgestimmt gewesen. Maas hatte bei der Pressekonferenz mit Cavusoglu zu Kramp-Karrenbauers Nordsyrien-Vorstoß im Oktober gesagt: "Überall wird uns gesagt, das sei kein realistischer Vorschlag".

Am Montagabend legte Maas nun nach.

Cavusoglu sagte, der Vorschlag Kramp-Karrenbauers sei "nicht realistisch", da im Nordosten Syriens inzwischen russische und syrische Regierungstruppen präsent seien.

"So etwas macht keinen guten Eindruck, weder innerhalb noch außerhalb Deutschlands", kritisierte der Außenminister.

Er könne außenpolitische Ideen im Ausland nicht unkommentiert lassen, erklärte Maas während einer Regierungsbefragung im Bundestag. FDP-Fraktionsvize Michael Theurer kritisierte "das Nachtreten" und forderte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Eingreifen auf. - afp Ex-US-Botschafterin in Kiew fühlte sich von Trump bedroh.

Comments