Fußgängerin tot: Uber-Softwarefehler verursacht Unfall

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Die Unfallursache war laut der US-Ermittler ein Software-Fehler. Nun steht fest: Ein Softwarefehler führte zu dem tödlichen Unfall. Das teilte die US-Behörde für Transportsicherheit (NTSB) mit. Die Aufseher kamen zu dem Schluss, dass das Fahrzeug die Frau nicht als Fußgängerin identifiziert habe, als sie ein Fahrrad schiebend eine Straße überquerte.

Trotz des Technikfehlers war der Unfall der Polizei zufolge "völlig vermeidbar".

Insgesamt gab es der NTSB zufolge 37 Unfälle von Uber-Fahrzeugen im autonomen Modus im Zeitraum zwischen September 2016 und März 2018. Bei 33 Vorfällen sei ein weiteres Auto involviert gewesen.

Uber bedauere den tödlichen Unfall, gab eine Unternehmenssprecherin umgehend bekannt und stellte fest, dass Uber "wesentliche Programmverbesserungen vorgenommen hat, um die Sicherheit weiter zu priorisieren".

Im März wurde bekannt, dass Uber wegen des Zusammenstoßes in der Stadt Tempe nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen muss.

Ein Roboterauto der Firma Uber erfasst bei einer Testfahrt eine Fußgängerin und verletzt diese tödlich.

Die Ermittlungen gegen die Backup-Fahrerin, die sich durch ihr Smartphone ablenken ließ, liefen nach Angaben der Behörden weiter. Weil Uber bei den Fahrzeugen aber auch eine einsekündige Verzögerung vor einer Warnung in Notsituationen einprogrammierte, um in der Zwischenzeit einen eventuellen falschen Alarm erkennen zu können, warnte die Software den Menschen am Steuer erst 0,2 Sekunden vor dem Zusammenprall - obwohl sie die Situation eine Sekunde früher schliesslich korrekt eingeschätzt hatte.

Der tödliche Unfall hatte zu erheblichen Sicherheitsbedenken bezüglich des Geschäfts mit selbstfahrenden Autos geführt. Die Autoindustrie arbeitet fieberhaft daran, autonome Fahrzeuge zur Marktreife zu bringen.

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