Trickste Sportartikelfirma bei Bilanzierung? US-Behörden prüfen Bilanzen von Under Armour

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Der US-Sportartikelhersteller Under Armour ist wegen des Verdachts auf Verstöße gegen Buchhaltungsregeln ins Visier von US-Ermittlern geraten. Die Aktie geht auf Sinkflug. Das US-Justizministerium und die US-Börsenaufsicht SEC prüften die Bilanzierungspraxis des Konzerns, bestätigte der Sportartikelhersteller in der Nacht zum Montag. Es besteht der Verdacht der Bilanztäuschung.

An der Börse geriet die Aktie von Under Armour angesichts des Berichts unter Druck. Dort "ist man fest davon überzeugt, dass seine Rechnungslegungspraktiken und -angaben angemessen waren". Dennoch gelang es Under Armour, den Gewinn um 36 Prozent auf unterm Strich 102 Millionen Dollar zu steigern und die Erwartungen damit deutlich zu übertreffen. Der Nettoumsatz sank um rund ein Prozent auf 1,43 Milliarden Dollar, lag aber über den Analystenerwartungen von 1,41 Milliarden Dollar. Das "Wall Street Journal" hatte zuvor unter Berufung auf Insider berichtet, die US-Behörden untersuchten, ob Under Armour den Umsatz von Quartal zu Quartal verschoben habe, um erfolgreicher zu erscheinen. Vergangenen Monat kündigte Under-Armour-Gründer Kevin Plank an, den Chefposten im nächsten Jahr nach mehr als zwei Jahrzehnten an der Unternehmensspitze abzugeben.

Dabei liefen die Geschäfte des kleineren Nike (US6541061031) und Adidas (DE000A1EWWW0) - Konkurrenten zuletzt besser als erwartet. Wie derzeit bei vielen anderen US-Konzernen sorgt der starke Dollar dafür, dass Auslandseinnahmen nach Umrechnung in heimische Währung die Bilanz drücken.

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