Streit um Tanker: USA bremsten Freigabe von iranischem Supertanker aus

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Das Tankschiff, das früher unter dem Namen "Grace 1" und unter der Flagge Panamas fuhr, werde umbenannt in "Adrian Darya" und unter iranischer Flagge fahren, wird Eslami zitiert. Die Entscheidung des Gerichts in Gibraltar sei auch eine "demütigende Niederlage" für die USA, die noch am Vormittag die Freigabe des Tankers hätten verhindern wollen. Ein Antrag der US-Regierung, das Schiff dauerhaft zu beschlagnahmen, wurde damit am Donnerstag verworfen.

Der Iran bestätigte die Freigabe des Schiffes. Der Tanker werde schon bald Gibraltar verlassen, twitterte Irans Botschafter in London. Die Zeitung "Gibraltar Chronicle" berichtete gestern, dass Gibraltars Regierungschef Fabian Picardo entschieden habe, die "Grace 1" freizugeben. Das Ende "der illegalen Festsetzung" des Schiffs sei das Ergebnis intensiver Verhandlungen des iranischen Aussenministeriums mit der britischen Seite in den vergangenen Wochen. Auch ein Regierungssprecher konnte dazu keine Auskunft geben. Zwei Wochen nach der Festsetzung der "Grace 1" setzte Iran im Persischen Golf ein britisches Schiff fest.

Madrid afp Das Oberste Gericht des britischen Überseegebiets Gibraltar hat das Auslaufen des seit Anfang Juli dort festgesetzten iranischen Öltankers "Grace 1" erlaubt. Wenige Tage zuvor hatte die Polizei von Gibraltar vier Crewmitglieder der "Grace 1" gegen Kaution freigelassen. Iran bestreitet, dass die Öllieferung für Syrien bestimmt war, gibt aber auch nicht an, was stattdessen das Ziel des Supertankers gewesen sein soll.

Der Iran wies den Verdacht von sich und bezeichnete das Vorgehen der britischen Behörden als "Piraterie".

Hinter den Spannungen zwischen dem Iran und den USA steht der Atomstreit beider Länder. Seit Anfang des Monats beteiligt sich Großbritannien an der "internationalen maritimen Sicherheitsmission" der Vereinigten Staaten in der Golfregion. Ein Sprecher der Reederei der "Stena Impero" sagte, die Lage sei unverändert.

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