Goldschakal in Sachsen nachgewiesen

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Bislang wurde es nur vermutet, doch jetzt haben es auch Experten bestätigt: Ein Goldschakal war in Thüringen unterwegs! Die Tiere legten in einer Nacht zwischen 30 und Kilometer zurück. Vergleichsaufnahmen vom gleichen Kamerastandort hätten belegt, dass das fotografierte Tier größer als ein Rotfuchs und kleiner als ein Wolf gewesen sei.

Zwar sind sie größer als Füchse, aber deutlich kleiner als Wölfe. "Die nächsten Jahre werden zeigen, ob sich der Goldschakal in Deutschland ansiedelt", so Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Erstmals seien die Tiere vor rund 20 Jahren in Deutschland nachgewiesen worden, eine feste Population gebe es aber hierzulande nicht. Auch in den Niederlanden wurde schon ein Goldschakal nachgewiesen.

Der Leiter des Nationalparks Hainich sagte, das Raubtier sei vor zwei Wochen von einer Fotofalle aufgenommen worden.

Der Goldschakal ist eine besonders geschützte Tierart und im Anhang V der Europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gelistet. Die Tiere fressen so ziemlich alles - von Kleinsäugern, Amphibien und Fischen bis hin zu Insekten, Aas und pflanzlicher Nahrung wie Äpfeln und Früchten.

Das Landesumweltamt Sachsen bittet die Bevölkerung, Aufnahmen aus Wildkameras, die auf den Goldschakal schließen lassen, zur Dokumentation in der Artdatenbank Sachsen zu übermitteln.

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