Streetscooter soll bald mit Brennstoffzelle fahren

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Das kündigten die Unternehmen auf dem Greentech Festival in Berlin an.

Dadurch soll das Fahrzeug Reichweiten von bis zu 500 Kilometern erzielen. Brennstoffzellenantriebe wandeln Wasserstoff und Sauerstoff in Strom um, womit ein Elektromotor angetrieben wird. Der "H2 Panel Van" werde der erste serienmäßige 4,25 Tonnen-Elektrotransporter sein, dessen Antrieb während der Fahrt von einer Brennstoffzelle mit zusätzlicher Energie versorgt werde, teilte der Bonner Logistikkonzern mit.

Der H2-Transporter basiert auf dem - von DHL Paket bereits eingesetzten - Pakettransporter StreetScooter Work XL, wird allerdings statt des Kofferaufbaus einen für die Expresszustellung typischen Kastenaufbau haben. Die Deutsche-Post-Tochter DHL Express hat in einem ersten Schritt 100 H2 Panel Vans bestellt. Ein Verkauf an Dritte sei derzeit nicht geplant.

"Das unterstreicht unseren Anspruch, nicht nur der schnellste und zuverlässigste Anbieter in diesem Markt zu sein, sondern auch der klimafreundlichste", erklärte der Deutschlandchef von DHL Express, Markus Reckling.

"Wir sind davon überzeugt, dass die Brennstoffzelle ein immer wichtigerer Bestandteil im Markt der Elektromobilität wird", da sie höhere Reichweiten ermöglicht, sagte Fabian Schmitt, Chief Technical Officer bei Streetscooter. "Denn nur mit hohen Reichweiten und marktfähigen Preisen erreichen wir es, dass die Lieferverkehre künftig klimafreundlich mit alternativen Antrieben unterwegs sind". Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP II) gefördert. Minister Andreas Scheuer (CSU) erklärte: "Wir brauchen weiterhin den technologieoffenen Ansatz".

Der Streetscooter ist ein Erfolgsmodell und poliert die Klimabilanz der Post. Das Unternehmen produziert in Aachen und seit 2018 auch in Düren elektrische Kleintransporter und Lastenräder. In Großstädten rechnen Verleiher mit Tausenden E-Scootern.

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