Causa Strache: Anwalt gesteht Mitwirkung an Ibiza

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Nun meldet sich einer der mutmaßlichen Beteiligten zu Wort: der Wiener Anwalt Ramin M., der bereits in den vergangenen Tagen verdächtigt wurde, am Video mitgewirkt zu haben, hat eine schriftliche Aussage veröffentlicht.

Nach dem Skandal-Video von Ibiza und dem Bruch der rechtskonservativen Regierung in Österreich will Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache Anzeige gegen drei Personen erstatten. "Aufgrund der Reaktionen der betroffenen Politiker entfaltete sich eine Eigendynamik".

Für seinen Mandanten seien nur "demokratiepolitische und rechtliche Überlegungen" relevant, erklärte der Anwalt. In einer Erklärung an die österreichische Nachrichtenagentur APA bezeichnete Strache diese als "mögliche Mittäter".

Gleichzeitig geht Strache aber in die Offensive und stellte Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft. "Anders als von einzelnen Medien behauptet, kann es auch kein weiteres, mich kompromittierendes Video- oder Ton-Material geben", teilte Strache mit. "Weder solches das Treffen auf Ibiza betreffend, noch solches, das davor oder danach entstanden ist", zeigt sich Strache außerdem sicher und: "Die Behauptung, es gäbe Szenen, die meine Person beim Konsum von Drogen und sexuellen Handlungen zeigen, ist absurd und schlicht diskreditierend".

Die Veröffentlichung des Videos führte zu einer schweren Regierungskrise in Österreich.

Strache bedankt sich in seiner Stellungnahme auch bei den Medien, die in der Causa "einen anerkennenswerten Beitrag zur Aufklärung der Geschichte hinter der Geschichte" leisten würden.

Am Dienstagabend hatte der "Kurier" erstmals über den Wiener Anwalt berichtet.

Das im Sommer 2017 auf Ibiza heimlich aufgenommene Video zeigt, wie der spätere Vizekanzler Strache mit einer vermeintlichen russischen Investorin über eine Zusammenarbeit redet. Inzwischen sind keine FPÖ-Politiker mehr in der Regierung, stattdessen wurden Experten eingesetzt.

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