Gebühren für Telefonate ins EU-Ausland werden ab 15. Mai gedeckelt

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Im Durchschnitt sei der Standardpreis für einen Festnetz- oder Mobilfunkanruf ins EU-Ausland drei Mal höher als für einen Inlandsanruf, eine SMS ins EU-Ausland kostet demnach doppelt so viel wie im Inland. Mai dürfen EU-Bürgern pro Telefonatsminute maximal 19 Cent plus Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt werden. Ob sie vom Festnetztelefon oder Handy aus anrufen, spielt keine Rolle. Eine SMS kostet dann maximal 6 Cent (ohne Mehrwertsteuer).

Nach Angaben des Europäischen Verbraucherverbands verlangten Handy-Provider in Deutschland zuletzt bis zu 1,99 Euro pro Minute für Auslandsgespräche. Die neuen Vorschriften gelten aber nur für Privatkunden, da Geschäftskunden ohnehin attraktivere Tarife erhalten. Sie müssen ihre Kunden darüber informieren.

Nach der Roaming-Verordnung von 2017, die Gesprächstarife mit Mobiltelefonen im EU-Ausland begrenzt, ist die Deckelung der Auslandsgespräche ein weiterer Eingriff der EU in die EU-weiten Telefonpreise.

Andrus Ansip, der für den digitalen Binnenmarkt zuständige Vizepräsident, sagt zu der neuen Kostendeckelung: "Die Preisobergrenzen für Anrufe innerhalb der EU sind ein konkretes Beispiel dafür, wie sich der digitale Binnenmarkt positiv auf den Alltag der Menschen auswirkt".

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