Dänemark: 19-jähriger Däne tritt fürs Klima in den Hungerstreik

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Bis zur dänischen Parlamentswahl am 5. Juni wolle er keine feste Nahrung zu sich nehmen, sagte Mikkel Brix der Deutschen Presse-Agentur.

Die Klimaproteste nehmen eine neue Dimension an: Ein 19-jähriger Däne befindet sich seit knapp einer Woche im Hungerstreik - bis zur Parlamentswahl im Juni will er nichts mehr essen.

"27 dage til valget, 3 dage uden mad" ("27 Tage bis zur Wahl, drei Tage ohne Essen"): Der 19-jährige Däne Mikkel Brix ist im Kampf gegen die Klimakrise ist den Hungerstreik getreten.

Brix sagte, er habe am vergangenen Montagabend die letzte warme Mahlzeit zu sich genommen. Auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg wurde schon auf die Aktion aufmerksam. Damit will er Druck auf die Politik ausüben für eine schärfere Klimapolitik.

"Ich will, dass die Politiker in Dänemark aufwachen und endlich etwas für das Klima tun", Brix, der aus dem Ort Frederikshavn im Norden Dänemarks kommt. Am Dienstag dann gab der dänische Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen den Termin für die fällige Parlamentswahl bekannt. Damit durfte offiziell der Wahlkampf in Dänemark aufgenommen werden - und Brix begann zu hungern. "Was wir aber brauchen, ist ein wirkliches Handeln".

Klima und Umwelt sind laut Umfragen die wichtigsten Themen für die Dänen - ob vor der Europawahl am 26. Mai oder auch vor der Parlamentswahl zehn Tage später. "Das ist unsere Zukunft, über die wir hier reden". So will er mehr Aufmerksamkeit für die Proteste und eine entschlossenere Klimapolitik erreichen. Ich empfehle niemandem, in einen solchen Hungerstreik zu treten. Um seinen Körper für den Hungerstreik zu trimmen, hat er nämlich zuletzt nach und nach immer weniger gegessen. Brix sagte am Freitag: "Ich bin beeindruckt, dass ich mich nicht hungrig fühle. Ich wache früher auf und habe eine Menge Energie".

Dennoch meint er, sich der Risiken bewusst zu sein.

Ich muss vorsichtig sein. Sollte er krank werden und im Krankenhaus landen, werde er die Aktion abbrechen, sagt Brix. "Ein toter Aktivist ist kein guter Aktivist", zitiert ihn die SZ online.

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