Azubi-Mindestlohn kommt ab 2020 - so viel Geld bekommen Lehrlinge

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Auch Auszubildende sollen künftig von einem Mindestlohn profitieren.

Die Bundesregierung macht den Weg frei für einen Mindestlohn für Auszubildende. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf das Bundesbildungsministerium.

Die Reform des Berufsbildungsgesetzes von Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) soll am Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden, wie die Zeitungen erfuhren. Demnach soll das Kabinett am Mittwoch eine Regelung beschließen, wonach Azubis im ersten Ausbildungsjahr ab 2020 mindestens 515 Euro monatlich bekommen.

Zudem sollen die Mindestbezüge von zukünftigen Auszubildenden auch im zweiten und dritten Lehrjahr gestaffelt werden.

Mit der Reform werde erstmals in Deutschland eine gesetzliche Untergrenze für die Vergütung von Auszubildenden festgeschrieben - analog zum gesetzlichen Mindestlohn. Allerdings können sich Unternehmen und Gewerkschaften bei Tarifverhandlungen auch auf niedrigere Sätze einigen. Dazu heißt es laut Zeitungsbericht aus dem Ministerium: "Die festgesetzte Höhe der Mindestausbildungsvergütung ist Anerkennung der Leistung der Auszubildenden im Betrieb".

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesetzes ist laut Ministerium die rechtliche Verankerung von drei Fortbildungsstufen und die Einführung von einheitlichen Bezeichnungen nach einer erfolgreichen Weiterbildung: Neben den traditionellen Titeln wie "Meister" soll es dann zum Beispiel auch einen "Bachelor Professional" oder einen "Master Professional" geben. "Damit sollen diese Qualifikationen auf dem internationalen Arbeitsmarkt vergleichbarer werden", so das Ministerium. Andererseits müsse dabei aber auch sichergestellt sein, dass die "Motivation der Betriebe" erhalten bleibe, Ausbildungsplätze anzubieten. Denn wenn es in den Betrieben aktuell eine Tarifbindung gibt, kann es sein, dass sie weiterhin unter der Grenze des Mindestlohns ausfällt. Er zitiert Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung, wonach dort etwa Fleischerlehrlinge im ersten Jahr ihrer Ausbildung nur 310 Euro monatlich verdienen. Auch angehende Raumausstatter (480 Euro), Friseure (325 Euro) und Schornsteinfeger (450 Euro) verdienen in den östlichen Bundesländern deutlich weniger als den nun geplanten Mindestsatz.

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