Fresenius berichtet über Start ins "Übergangsjahr"

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Der erfolggewohnte Gesundheitskonzern hatte vergangenes Jahr nach Problemen im deutschen Krankenhausgeschäft und bei FMC mehrfach seine Geschäftsprognosen korrigiert und auch die mittelfristigen Ziele gekappt - der Aktienkurs war daraufhin eingebrochen. Der Konzern will in diesem Jahr verstärkt in den Ausbau seines Geschäfts investieren, um wieder in Fahrt zu kommen. "Der Start ins Jahr 2019 ist uns gut gelungen", erklärte Chef Stephan Sturm. Die Geschäfte in allen vier Unternehmensbereichen hätten sich den Erwartungen entsprechend entwickelt.

Zum Jahresstart konnte das Unternehmen zwar seinen Umsatz auch dank Wachstum im wichtigen US-Geschäft um 4 Prozent auf 4,13 Milliarden Euro steigern. FMC baut mit der Übernahme der US-Firma NxStage das Geschäft mit Heimdialyse aus, das Nierenpatienten eine komfortablere Behandlung ermöglicht. Zu dem Anstieg trugen vor allem der Infusions- und Generikaspezialist Kabi und die Tochter FMC bei.

Ein weiterer verlässlicher Erlös- und Gewinnbringer blieb der 2017 zugekaufte spanische Klinikbetreiber Quironsalud. Der Bereich konnte aus eigener Kraft leicht zulegen. Mit Investitionen von 2,5 Milliarden Euro will er etwa Kliniken in Lateinamerika kaufen, bei Nierenpatienten in China wachsen und hierzulande Pfleger im großen Stil einstellen. Im ersten Quartal dieses Jahres erzielten die Bad Homburger unerwartet starke Zahlen. Auch sein Dialysegeschäft will Fresenius weiter ausbauen. Das operative Ergebnis stieg - ohne Wechselkurseffekte gerechnet - um 2 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Hier wirkten sich nach Unternehmensangaben vorzeitige Effekte aus einigen Vereinbarungen unter anderem zu bestimmten Medikamenten in den USA aus. Unter dem Strich musste die Tochter des Gesundheitskonzerns Fresenius aber einen Gewinnrückgang verkraften: Das Ergebnis verringerte sich um 3 Prozent auf 271 Millionen Euro, währungsbereinigt betrug das Minus sogar 6 Prozent. Bei einem anvisierten währungsbereinigten Umsatzzuwachs von drei bis sechs Prozent rechnet der Vorstand mit einem stagnierenden Ergebnis. Auch unter dem Strich konnte sich Fresenius um drei Prozent auf 453 Millionen Euro verbessern, kam währungsbereinigt aber nicht von der Stelle. Laut Analystin Veronika Dubajova von der US-Bank Goldman Sachs hat Fresenius damit die Erwartungen insgesamt übertroffen - allerdings mit Stärken und Schwächen, wie sie in einer ersten Reaktion am Donnerstag schrieb.

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