Unglück im Ural - 79 Vermisste:Drei Tote nach Gasexplosion in Wohnhaus

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Der russische Präsident Wladimir Putin ist am Montag in der Stadt Magnitogorsk eingetroffen, wo bei einer Gasexplosion vier Menschen getötet und Dutzende vermisst wurden. Fünf Bewohner des eingestürzten Mehrfamilienhauses sind aus den Trümmern lebendig geborgen worden und werden in Krankenhäusern behandelt. Er schätzte, dass die Räumarbeiten weitere zwei Tage dauern werden.

Wie der stellvertretende Gouverneur der Region Tscheljabinsk, Oleg Klimov, der staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti sagte, kamen mindestens drei Menschen ums Leben. Ein Aufgang des zehnstöckigen Wohnhauses stürzte dabei zusammen.

In dem 1973 errichteten zwölfstöckigen Plattenbau hatten 1100 Menschen gewohnt. Weitere 16 Bewohner seien unverletzt aus der Ruine in Sicherheit gebracht worden. Teile des Wohnblocks wurden als einsturzgefährdet eingestuft, die Menschen mussten auch hier ihre Unterkünfte verlassen.

Die Überlebenden standen nun an Silvester bei eiskaltem Winterwetter ohne Wohnung da.

Hunderte Rettungskräfte waren bei Temperaturen von minus 18 Grad im Einsatz. In einer nahe gelegenen Schule wurden Notquartiere errichtet.

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35 Wohnungen wurden bei der Gasexplosion in einem russischen Mehrfamilienhaus an Silvester zerstört

Putin traf in Magnitogorsk mit dem Rettungsstab zusammen und besuchte Verletzte im Spital.

"Ich bin so schnell zu euch aufgebrochen, dass ich gar nichts mitgebracht habe", sagte Putin. Der hartherzige Umgang mit den Opfern hatte den Behörden damals Kritik eingetragen.

Die Justiz leitete nach der Explosion strafrechtliche Ermittlungen ein.

Die Zahl der Toten nach einer schweren Gasexplosion im russischen Magnitogorsk ist auf mindestens sieben gestiegen.

Magnitogorsk ist eine grosse Industriestadt im Ural, sie beherbergt das grösste Stahlwerk des Landes. Der Milliardär Viktor Raschnikow, der das Stahlwerk betreibt, rief zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung auf.

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