Facebook, Amazon und Co. - Österreich bringt Digitalsteuer auf den Weg

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Details sollten bei einer Regierungsklausur am 10. und 11. Januar bekanntgegeben werden, teilte das Kanzleramt am Samstag mit.

Bleibt abzuwarten, ob nach Frankreich und Österreich auch andere Staaten eine Digitalsteuer einführen - ohne auf eine EU-weite Einigung zu warten.

"Wir werden aber zusätzlich zum europäischen Vorgehen einen nationalen Schritt setzen", sagte Kurz. Umsätze auf digitalen Marktplätzen und aus dem Verkauf von Nutzerdaten sollen jedoch von der Steuer ausgenommen werden.

"Das Ziel ist klar: Eine Besteuerung von Konzernen, die online große Gewinne erzielen, aber kaum Steuern bezahlen - wie etwa Facebook oder Amazon", sagte Kurz in dem Interview, das in der Samstagsausgabe der TT erscheint.

Auch Frankreich hat angekündigt, eine Digitalsteuer auf jeden Fall einzuführen. Die Bemühungen um eine gemeinsame Digitalsteuer in der EU stecken dagegen in einer Sackgasse. Steuer-Entscheidungen können in der EU nur einstimmig beschlossen werden.

Betroffen wären wohl grundsätzlich Firmen, deren weltweiter Jahresumsatz mehr als 750 Millionen Euro beträgt - wovon mehr als 50 Millionen Euro in der EU gemacht werden, war bereits dem Vorschlag der EU-Kommission im März zu entnehmen.

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