Angela Merkel ruft in Neujahrsansprache zu tolerantem Miteinander auf

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Die müsse man aber nicht im Alleingang bezwingen, vielmehr gehe es um "globale Lösungen".

Um Herausforderungen zu meistern, setze die Bundesregierung auf globale Zusammenarbeit, sagte die CDU-Politikerin in ihrer Neujahrsansprache, die am Sonntag veröffentlicht wurde. "Da ist die Schicksalsfrage des Klimawandels, die der Steuerung und Ordnung der Migration, da ist der Kampf gegen den internationalen Terrorismus". Im eigenen Interesse könne man all diese Fragen am besten lösen, "wenn wir die Interessen anderer mitbedenken", sagte Merkel.

Merkel schlug in ihrer Ansprache auch selbstkritische Töne an.

Die Kanzlerin erinnerte demzufolge an die politischen Schwierigkeiten des Jahres 2018, unter anderem an die Regierungsbildung, die viel Zeit in Anspruch genommen habe, und an die Migrationspolitik, die aus der Sicht von Kritikern das Land gespalten haben soll. Sie sagt: "Erst haben wir lange gebraucht, um überhaupt eine Regierung zu bilden, und als wir sie hatten, da gab es Streit und viel Beschäftigung mit uns selbst." .

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bürger zum Jahreswechsel auf die Übernahme weiterer internationaler Verantwortung durch Deutschland eingestimmt.

Diese Überzeugung werde heute nicht mehr von allen geteilt, erklärte die Kanzlerin; "Gewissheiten der internationalen Zusammenarbeit geraten unter Druck". Das Land steigert laut Merkel seine Mittel für humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe, aber auch die Verteidigungsausgaben weiter. In einer solchen Situation müssen wir für unsere Überzeugungen wieder stärker einstehen, argumentieren, kämpfen.

Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung betonte Merkel: "Um Arbeitsplätze, Wohlstand und unsere Lebensgrundlagen zu sichern, geht die Bundesregierung konsequent die nächsten Schritte beim Strukturwandel von traditionellen zu neuen Technologien und setzt ihre Strategie für den digitalen Fortschritt um".

Merkel wolle sich zudem dafür einsetzen, die Europäische Union (EU) robuster und entscheidungsfähiger zu machen. Und mit Großbritannien wollen wir trotz des Austritts aus der Europäischen Union weiter eine enge Partnerschaft bewahren. Dabei ringe man um die besten Lösungen in der Sache, sagte Merkel und ergänzte: "Immer häufiger aber auch um den Stil unseres Miteinanders, um unsere Werte". "Für sie müssen wir uns gemeinsam einsetzen - auch wenn es unbequem und anstrengend ist".

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