Polizeieinsatz im Hambacher Forst: Pfefferspray gegen AktivistInnen

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In einer Werkstatt in Düren, die ebenfalls Ziel der Razzia war, stellte die Polizei mehrere Pcs, Murmeln und eine Zwille sicher.

Hintergrund des Einsatzes waren die gewalttätigen Auseinandersetzungen am Hambacher Forst an den Feiertagen: So bewarfen Vermummte laut Polizei an Heiligabend (24.12.2018) und in der Nacht zum Ersten Weihnachtsfeiertag (25.12.2018) ein Sicherheitscamp des Tagebau-Betreibers RWE im Hambacher Forst mit Brandsätzen und Steinen. Mehrere Personen aus dem Kreis der campenden Braunkohlegegner wurden zur Identitätsfeststellung mitgenommen, fünf Personen sollen bei Eintreffen der Beamten in den Wald geflohen sein.

"Die Durchsuchungen dienen der Auffindung von Beweismitteln im Zusammenhang mit den Gewaltstraftaten der letzten Tage", sagte Polizeisprecher Andreas Müller. Schließlich kamen sie aus der Hütte, und BeamtInnen brachten sie zu Boden.

Uhr: Personen verbarrikadieren sich in der ehemaligen Bibliothek in einem Holzbau mit Erdloch, behaupten, es wäre ein Gebetsraum. Laut Polizei weigerten sich auf der besetzten Wiese drei AktivistInnen, eine Hütte zu verlassen. Eine Räumung des Camps oder der Baumhäuser im Wald sei nicht geplant, betonte die Polizei.

Am Morgen des zweiten Weihnachtstages hatte ein RWE-Mitarbeiter einen Brandsatz auf dem Gelände einer Grundwasser-Pumpstation entdeckt. Dabei waren zwei Fahrzeuge in Brand geraten.

Nach den Angriffen auf RWE-Mitarbeiter und Eigentum an Weihnachten hat die Polizei jetzt ein Lager von Aktivisten am Hambacher Forst durchsucht. Es wird wegen versuchter vorsätzlicher Brandstiftung ermittelt.

Zuvor war in einem linksautonomen Internet-Forum durch Unbekannte ein Brandanschlag auf eine solche Station angedroht worden. Seitdem ist der Wald nicht mehr Betriebsgelände, sondern öffentlich zugänglich und unterliegt dem Forstgesetz.

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