Möbelriese mit neuer Strategie: Ikea drängt in die Innenstädte

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Neben dem Neubau des bestehenden Hauses in Essen ist weiterhin eine Neuansiedlung in Bochum oder Herne vorgesehen, ein langfristig angedachter Standort in Castrop-Rauxel ist hingegen vom Tisch. Jedoch bewertet Ikea "das Potenzial im Ruhrgebiet inzwischen anders als noch vor ein paar Jahren", erläuterte Ferber. Wie Ikea heute mitgeteilt hat, sollen zukünftige Standorte auch ohne Auto gut erreichbar sein.

Neben neuen Filialformaten will Ikea die Infrastruktur für den Onlinehandel ausbauen. Wie ein mögliches neues Format aussehe, wurde von Seiten der Unternehmensführung noch nicht entschieden, so Schilder weiter.

In Bayern steht der Standort Memmingen auf dem Prüfstand. Memmingen wackelt in der bisher geplanten Form, Nürnberg und Neuerungen in Eching bleiben dagegen aktuell. Format und Größe werden aber überprüft. "Wir werden Altona so aber nicht wiederholen". Vorstellbar seien Ikea-Stores in der Fußgängerzone, einem Warenhaus oder Einkaufszentrum.

Ikea plant, seine Filialen nun individueller zu gestalten. "Neue Märkte werden insbesondere in den Innenstädten und Metropolregionen entstehen". "Wir trauen uns zu, solche Modelle zu entwickeln". Daher sollen künftig bessere Services angeboten und die Lieferzeit bei Online-Bestellungen durch eigene Kundendistributionszentren deutlich verkürzt werden. Sechs Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet Ikea Deutschland inzwischen online und verzeichnet jährlich zweistellige Zuwachsraten.

Der Möbelhändler war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017 (31. August) in Deutschland nicht mehr so schnell gewachsen wie zuvor.

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