Tragödie in Hannover: Hund beißt Mutter und Sohn tot

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Die ersten Untersuchungen des Rechtsmediziners vor Ort ergaben, dass die Opfer vom Hund getötet wurden.

In der Nacht auf Mittwoch gelang es Feuerwehrleuten, den Staffordshire-Terrier einzufangen. Die Hintergründe des Vorfalls sind demnach noch unklar.

Eine Angehörige hatte die Beamten alarmiert, nachdem sie die beiden nicht hatte erreichen können. Nachdem die Rettungsdienst die Wohnungstür aufbrachen, fingen sie den Hund mit einer Schlinge. Die Ermittlungen zu den Abläufen liefen noch.

Nach Angaben des Tierheims handelt es sich um einen Staffordshire-Terrier-Mischling. Sowohl Staffordshire Bullterrier als auch American Staffordshire Terrier werden von zahlreichen Behörden als Kampfhunde eingestuft, landesweit einheitliche Regelungen gibt es dazu aber nicht. "Aktuell steht noch nicht fest, wie es zu dem Unglück kommen konnte", teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an. Details wie zum Beispiel die Anzahl der Bisse wollte ein Polizeisprecher zunächst nicht nennen.

Tödliche Hundeangriffe sind nach Ansicht der Expertin der Tierärztlichen Hochschule Hannover sehr selten. In den meisten Fällen zeigten Hunde aggressives Verhalten, wenn sie mit sehr viel Druck und Gewalt erzogen worden seien, sagte.

Seit einigen Jahren muss in Niedersachsen, für die Neuanschaffung eines Tieres, ein Hundeführerschein abgelegt werden. Der sogenannte Sachkunde-Nachweis besteht aus einer theoretischen Prüfung vor Beginn der Hundehaltung und einem Praxistest im ersten Haltungsjahr. Der Hund befindet sich im Tierheim und wird eventuell eingeschläfert werden.

Für die Haltung solcher Hunde werden bestimmte Auflagen gemacht, etwa permanenter Leinenzwang, das Tragen eines Maulkorbes oder die Vorschrift, dass die Tiere nur in umgrenzten Arealen gehalten werden dürfen. Sie gab an, durch ein Fenster ihren blutüberströmten Bruder gesehen zu haben, rief die Polizei und soll vor einem Kampfhund gewarnt haben. Für als gefährlich eingestufte Hunde müssen die Halter in Niedersachsen eine Erlaubnis beantragen. Niedersachsenweit gelten 460 Hunde als gefährlich.

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