Nordkorea streitet Misshandlung von Otto Warmbier ab

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Nordkorea hat den Verdacht zurückgewiesen, der verstorbene US-Amerikaner Otto Warmbier sei während seiner Haft gefoltert oder misshandelt worden.

"Regime" in Pjöngjang und erklärte, er sei entschlossen, künftig "derartige Tragödien zu verhindern".

Die Ärzte in den USA stellten schwere Hirnschädigungen fest, wie sie durch einen Sauerstoffentzug auftreten können.

"Unser Sohn hat seine Heimreise beendet", teilten die Eltern mit, "im Kreis seiner ihn liebenden Familie ist Otto um 14.20 Uhr gestorben". Der Tod des 22-jährigen US-Studenten Warmbier hat das ohnehin zerrüttete Verhältnis Washingtons zu Pjöngjang zusätzlich belastet. Damit bleibt unklar, was Warmbier in Nordkorea zugestoßen ist, nachdem er nach seinem Silvester-Trip 2015/2016 auf dem Flughafen von Pjöngjang festgenommen und zwei Monate später zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden war. Ungefähr seit dieser Zeit soll er im Koma gelegen haben.

Die Version der Nordkoreaner, er sei an der Lebensmittelvergiftung Botulismus erkrankt und nach Einnahme einer Schlaftablette nicht mehr aufgewacht, konnten Mediziner bei Untersuchungen in den USA nicht bestätigen. Er war fast 18 Monate in Haft. Vergangene Woche ließ Nordkorea Warmbier "aus humanitären Gründen" frei. Bei ihren Untersuchungen fanden sie keine eindeutigen Hinweise auf die Ursachen der neurologischen Verletzungen, aber auch keine Beweise für eine Nahrungsmittelvergiftung. Andere vermuteten, Nordkorea habe dem Studenten nicht absichtlich Schaden zugefügt. US-Außenminister Rex Tillerson kündigte eine harte Gangart an. Und forderte das Kim-Jong-Un-Regime zur Freilassung von drei weiteren US-Bürgern auf, die noch in Nordkorea festgehalten werden. Das abgeschottete kommunistische Land bewarb die Agentur als "einen der sichersten Orte der Welt". Die Eltern des Studenten sind überzeugt, dass er während seiner Gefangenschaft "brutal behandelt und terrorisiert" wurde. Die Volksrepublik unternehme vielmehr "unermüdlich Anstrengungen", sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Mittwoch in Peking.

Er reagierte auf einen Tweet von Trump, der den Einsatz von Chinas Präsident Xi Jinping lobte, den USA mit Nordkorea zu helfen, aber auch hinzufügte: "Es hat nicht geklappt". Sie waren schon zuvor wegen des umstrittenen nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm äußerst angespannt.Trump hatte wiederholt gewarnt, die Vereinigten Staaten würden notfalls im Alleingang militärisch gegen Nordkorea vorgehen, um dasProgramm zu stoppen. Er bedankte sich bei Präsident Donald Trump für seine diplomatischen Bemühungen, erhob hingegen schwere Vorwürfe gegen seinen Vorgänger Barack Obama.

In Wyoming, wo die Warmbiers leben, erfährt die Familie großen Rückhalt. Im Zusammenhang mit dem Fall des 22-jährigen US-Studenten geriet Young Pioneer Tours in die Kritik. Nordkorea habe kein Interesse daran, Berichte "über Leiden und Folter" in seinen Gefangenenlagern zu lesen.

Zudem erwägt die US-Regierung offenbar ein Reiseverbot nach Nordkorea.

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