Friedensnobelpreisträger wegen Leberkrebs freigelassen

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Der chinesische Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo ist wegen "Leberkrebs im späten Stadium" freigelassen worden. Da saß er schon in Haft.

Liu Xiaobos Anwalt hat die Freilassung seines Mandanten bestätigt. Im Jahr 2010 wurde er für seinen "langen und gewaltlosen Kampf für fundamentale Menschenrechte in China" mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Eigentlich hätte er noch drei Jahre im Gefängnis verbringen müssen: der chinesische Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo. Bei dem 61-Jährigen sei im Mai eine unheilbare Leberkrebserkrankung festgestellt worden, kurz darauf sei er aus medizinischen Gründen freigekommen, sagte sein Anwalt. "Es ist gesetzlich vorgesehen, dass Inhaftierte, die nicht im Gefängnis behandelt werden können, in ein normales Krankenhaus verlegt werden". "Aber ich weiss nicht, ob Liu Xia ihn bereits gesehen hat", sagte der Anwalt, da wenig Kontakt zu ihr möglich ist. Die Familie des Bürgerrechtlers habe ihn darüber informiert, dass Liu an Leberkrebs im Endstadium erkrankt sei. Liu Xiaobo ist Publizist und Autor. Einige hundert Intellektuelle hatten den Aufruf unterschrieben. Der Schriftsteller war im Dezember 2008 wegen "Untergrabung der Staatsgewalt" festgenommen und ein Jahr später zu elf Jahren Haft verurteilt worden.

Menschenrechtsgruppen übten scharfe Kritik an der Behandlung des Friedensnobelpreisträgers. Auch die Freilassung ist medial kein Thema, lediglich in Hongkong wird darüber berichtet.

In China wurde der Friedensnobelpreis für Liu stets totgeschwiegen.

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