Freimuth und Schäfer liegen beim Mehrkampf in Ratingen vorn

Einstellen Kommentar Drucken

Auf gutem Weg zur Leichtathletik-WM im August in London ist auch Kai Kazmirek von der LG Rhein Wied.

Bei der zweiten Weltmeisterschafts-Qualifikation der Zehnkämpfer in Ratingen hat Rico Freimuth vom SV Halle die Führung übernommen. Ihren Rücktritt erklärte die frühere WM-Zweite Jennifer Oeser. Damit gehört sie in London zu den Medaillenkandidatinnen im Siebenkampf.

Die Aufmerksamkeit aber zog Schäfer auf sich, die mit der zweiten Topleistung der Saison nun zum Kreis der Titelkandidatinnen für die WM zählt. "Ich bin jetzt endlich in der Medaillenverfassung", sagte die 25-Jährige. Den bis dato letzten WM-Triumph feierte vor 20 Jahren Sabine Braun. Hinter Felix Kurt aus Grenada (4415 Punkte) liegt er mit 4402 Zähler auf Rang drei.

Rico Freimuth beim Zehnkampf-Weitsprung in Ratingen.

Der Olympia-Vierte Kazmirek konnte keine Bestleistungen erzielen, aber mit einem starken ersten Tag die Grundlage für das Erreichen des WM-Ziels legen. Vorjahressieger Arthur Abele musste vorzeitig aussteigen. Brugger, in Ratingen nicht am Start, hatte Ende Mai in Götzis mit 8294 Punkten die Norm (8100) übertroffen.

Absolute Nummer eins der deutschen Siebenkämpferinnen ist Carolin Schäfer. Über 100 Meter Hürden lief sie in 13,07 Sekunden persönliche Bestzeit. Beim abschließenden Lauf über 800 Meter ließ die gebürtige Nordhessin nichts mehr anbrennen. "Es war härter als in Götzis, weil ich den Mehrkampf aus dem Training heraus gemacht habe".

In der Weltrangliste liegt nur die Belgierin Nafissatour Thiam (7013 Punkte) vor ihr. "Carolin hat eine gute Chance in London, aber es wird eine enge Kiste um die Medaillen", sagte Siebenkampf-Bundestrainer Wolfgang Kühne. Vor dem 800-Meter-Lauf warf sie das Handtuch. Mit 6.836 Punkten übertraf sie die WM-Norm von 6200 Punkten deutlich. "Ich habe versucht, das ganze Wochenende zu kämpfen". Im Hürdensprint rannte die 33 Jahre alte Leverkusenerin nur mäßige 14,02 Sekunden.

Comments