Russland verurteilt Abschuss eines syrischen Kampfjets durch USA

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Die US-geführte Koalition hat einen syrische Su-22-Jet abgeschossen. Der Jet habe einen Kampfeinsatz gegen Stellungen der Terrormiliz "Islamischer Staat" geflogen.

Nach Darstellung der US-Streitkräfte hatte das syrische Kampfflugzeug von den USA unterstützte Rebellen bombardiert.

Das US-Oberkommando erklärte, Russlands Verbündeter Syrien sei vor dem Abschuss des Flugzeuges aufgefordert worden, einen Stopp der Angriffe auf das Rebellenbündnis SDF zu veranlassen. Der Pilot der Maschine werde seit dieser "schamlosen Aggression" vermisst. Man strebe nicht an, gegen das syrische Militär oder deren verbündete Truppen vorzugehen, heißt es in einer Stellungnahme. Der Verteidigungspolitiker Franz Klinzewitsch vom Föderationsrat nannte den Abschuss eine Provokation gegen Russland. Moskau unterstützt in Syrien die Führung von Präsident Bashar al-Assad. Zu diesen werde auch der UN-Sondergesandte Staffan De Mistura erwartet, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow der Agentur Tass zufolge am Montag in Peking.

Das russische Militär kündigte an, künftig Flugzeuge und Drohnen der Koalition westlich des Flusses Euphrat als potenzielle Ziele ins Visier zu nehmen. Die "Syrischen Demokratischen Kräfte" bekämpfen in der Region die Extremisten des IS. Nach syrischen Angaben hatte die Su-22 nur IS-Stellungen angegriffen.

Weiter heißt es, dass ihre Mission darin bestehe, den IS im Irak und in Syrien zu besiegen, und dass die Koalition nicht versuche, "gegen das syrische Regime, die russischen oder Pro-Regierungskräfte zu kämpfen, aber man werde nicht zögern, die Koalition oder Partnerkräfte vor jeder Bedrohung zu verteidigen". In den vergangenen Wochen hat sie aber mehrfach syrische oder iranische Einheiten beschossen, die US-Soldaten oder ihren Verbündeten zu nahe kamen.

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