Brüssel Explosion im Hauptbahnhof - Bahnverkehr gestoppt

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Es bestand der Verdacht, dass er einen Sprengstoffgürtel trug.

Arash Aazami, der den Bahnhof kurz nach der Explosion betreten hatte, erzählte gegenüber BBC: "Als wir in das Gebäude hineingingen, hörten wir Schreie". Laut Eric van der Sijpt von der Staatsanwaltschaft in Brüssel sollen Soldaten den Mann niedergeschossen haben, kurz nachdem sich am Hauptbahnhof in Brüssel eine Explosion ereignete, bei der offenbar jedoch kein Passant verletzt oder getötet wurde. Weitere Opfer gab es nicht.

Uhr: Die belgische Zeitung "dhnet.be" berichtete, dass eine Person, die einen Sprengstoffgürtel getragen habe, angeschossen worden sei. Im März 2016 kam es in Brüssel selbst zu einem Anschlag, bei dem 32 Menschen starben. Augenzeugen zufolge hatte er zuvor "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen. Seiner Schätzung nach schien der Verdächtige zwischen 30 und 35 Jahre alt zu sein. Die Behörden sprechen von einem terroristischen Akt.

"Es war keine wirklich große Explosion, aber die Auswirkungen waren ziemlich heftig, die Menschen rannten weg", sagte Van Herrewegen. Auf Bildern in sozialen Medien war ein Feuerball in einer fast leeren unterirdischen Ankunftshalle zu sehen.

Ein anderer Augenzeuge schrieb auf Twitter: "Zwei laute Explosionen am Brüsseler Hauptbahnhof". Sicherheitskräfte schossen am Dienstagabend im Zentralbahnhof einen Verdächtigen nieder. Für Mittwoch wurde ein Treffen des Sicherheitsrats einberufen.

Der Mann soll laut Augenzeugenberichten den Sprengstoff ausgelöst haben, als die Polizei in der Nähe eines Ticketautomaten auf ihn aufmerksam wurde. Die Polizei bestätigte diese Berichte nicht.

Zunächst hatten User auf Twitter über Explosionen oder Schüsse in Brüssel berichtet. Zuvor sei Panik in der Station und an den Gleisen ausgebrochen. Der Bahnhof sei dann evakuiert und der Bahnverkehr unterbrochen worden, meldete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Brüssels nahegelegene Hauptsehenswürdigkeit, der Große Platz mit dem historischen Rathaus, wurde jedoch nicht geräumt. Das Bahnhofsgebäude wurde durchsucht. Auch umliegende Gebäude würden vorsichtshalber geräumt; zudem wurde riegelte auch den Marktplatz Grand-Place im Zentrum ab. Die Lage sei unter Kontrolle, heißt es. Die Regierung von Premier Charles Michel verfolge die Ereignisse im Krisenzentrum, sagte Regierungssprecher Frédéric Cauderlier.

Bei dem getöteten Attentäter soll es sich um einen 37-Jährigen aus der als Islamisten-Hochburg bekannten Brüsseler Gemeinde Molenbeek handeln.

Am Donnerstag und Freitag findet in Brüssel der EU-Gipfel statt.

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