Feuerwehr unterbricht Suche in ausgebranntem Hochhaus

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Nach Angaben der Londoner Feuerwehrchefin Dany Cotton ist das Hochhaus grundsätzlich sicher.

Am Morgen, mehr als 24 Stunden nach dem Ausbruch des verheerenden Feuers, kam noch immer Rauch aus dem Haus. 2013 listete eine Expertenkommission die Fehler auf, die zu dem damaligen Brand geführt hatten, und gab der Regierung Empfehlungen für die Verschärfung des Brandschutzes. Die Feuerwehr habe alle 24 Stockwerke kurz durchsuchen können. Für eine gründlichere Suche müssten vor allem die oberen Etagen erst gesichert werden. Dutzende, darunter ganze Familien, werden noch vermisst. Damals sagten sie: Nur ein katastrophaler Großbrand werde jene Prüfungen auslösen, die nötig seien, um das Gebäude sicher zu machen. Die Ursache des Brands ist noch nicht geklärt.

In der Nacht auf Mittwoch brach das Feuer aus.

Der 24-stöckige Komplex gehört der Lokalverwaltung der Bezirke Kensington und Chelsea und wurde in den 1970er-Jahren fertiggestellt. Auch mehr als eine Million Pfund an Hilfsseldern wurden gesammelt. Darunter waren etwa Reparaturen bei der Außenverkleidung, der Doppelverglasung von Fenstern sowie am Heizungssystem. "Das war nicht nur eine Sache". Die Bewohner sässen "in dem Gebäude in der Falle". Denn der Grenfell Tower war nicht das einzige derartige Gebäude, das mit offenbar brennbarem Kunststoffschaum verkleidet wurde. Ein Newsletter der Mieterverwaltung habe die Bewohner angewiesen, im Falle eines Feuers in ihren Wohnungen zu bleiben - außer, der Brand sei in ihrer Wohnung oder auf ihrem Flur ausgebrochen. Die Demonstration soll am frühen Abend vor dem Ministerium für Kommunen stattfinden, das auch für Wohnungsbau verantwortlich ist. "Dies gibt der Feuerwehr genügend Zeit, zu kommen", heißt es in dem Text.

Die Feuerwehr leuchtete von einer Hebe-Plattform von außen in das Gebäude, berichtete eine Reporterin. 65 Menschen wurden aus den Flammen gerettet.

Die Feuerwehr erklärte, innerhalb von sechs Minuten am Einsatzort gewesen zu sein. Sky News sagte er, auch wichtig sei zu klären, wie der Brand hätte verhindert werden können. Spezialisten werden sich der Untersuchung dieser Fragen annehmen.

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