Euro-Inflation auf Jahrestief - Arbeitskosten steigen weiter

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Die Verbraucherpreise stiegen nur noch um 1,4 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag eine frühere Schätzung bestätigte.

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im Mai 2017 bei 1,4%, gegenüber 1,9% im April. Im Monatsvergleich gingen die Verbraucherpreise im Mai um 0,1% zurück.

Auch die Kernteuerung, die ohne Energie und Nahrungsmittel errechnet wird und den grundlegenden Preistrend wiedergeben soll, fiel zurück.

Brüssel Die Inflationsrate in der Euro-Zone ist im Mai auf ein Jahrestief gefallen. Sie sank von 1,2% auf 0,9%. Deutlich teurer als vor einem Jahr war nach wie vor Energie, allerdings war der Anstieg nicht mehr so kräftig wie in den Monaten zuvor. Industriell gefertigte Güter waren dagegen nur 0,3 Prozent teurer. Es reicht von Nullinflation in Irland über 1,4 Prozent in Deutschland bis hin zu 3,5 Prozent in Estland. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Inflation von knapp 2 Prozent an, bei der sie die Stabilität der Währung als gewährleistet ansieht. EZB-Präsident Mario Draghi hatte die Risiken für das Wachstum erstmals seit Jahren als "weitgehend ausgeglichen" beschrieben.

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