Schüsse im S-Bahnhof: Mann trifft Polizistin in den Kopf

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"Unsere Kollegin ist schwerst verletzt". Zuvor habe er ihr die Pistole entrissen. Doch nicht an diesem Dienstagmorgen. Eine Polizistin sei bei dem Schusswechsel am Kopf getroffen und ebenfalls schwer verletzt worden. Ihre Verletzungen seien aber nicht schwer oder gar lebensbedrohlich. Ob die Frau überlebt hat, ist derzeit noch unklar. Die Linie 8 führt zum Münchner Flughafen. Zwei Männer geraten heftig aneinander, auf Worte folgen Schläge. Der S-Bahnverkehr wurde eingestellt. Das gab Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins vor wenigen Minuten in einer offiziellen Stellungnahme an. Die Fahrgäste hätten schnell, aber ruhig den Bahnhof verlassen. Sie wollen die Angelegenheit prüfen, nehmen Personalien auf.

Bei dem Täter handelt es sich um einen 37-jährigen Mann aus dem Raum München. Der Täter konnte, so berichtete die Zeitung tz, sei gefasst werden. Einer der Streithähne versuchte demnach, einen Polizisten ins Gleisbett zu schubsen. Der Mann war der Polizei seit 2014 wegen eines kleineren Drogendeliktes bekannt. Irgendwie schafft er es, dessen Dienstwaffe herauszuziehen.

Wer mit welcher Waffe geschossen hat, ist nun Gegenstand der Ermittlungen.

Der genaue Tatablauf und ob zuerst der Mann oder die Polizistin geschossen hatte, steht nicht fest. Die beiden Männer seien offenbar am Gleis verletzt worden. Sie erleiden Durchschüsse am Arm und am Bein. Die umherstehenden Menschen flüchten oder versuchen, in Deckung zu gehen.

Der Täter sei jedoch schon festgenommen, wie die Polizei mitteilte, allerdings sei auch er verletzt. 2009 starb am Münchner S-Bahnhof Solln der Geschäftsmann Dominik Brunner, als er sich schützend vor Kinder stellte und in eine Schlägerei mit Jugendlichen verstrickt wurde. "Wir können keine Entwarnung geben". Der Bereich sei abgesperrt worden. Laut da Gloria Martins sollen mindestens zwei Passanten verletzt worden sein. 200 Kräfte waren im Einsatz unter anderem mit Spezialeinsatzkommandos und Hubschrauber. Die Sprecherin betonte: "Die Lage ist unter Kontrolle", der Polizeieinsatz sei inzwischen beendet. Die Spurensicherung und das Landeskriminalamt werden eingeschaltet. Der S-Bahnhof wurde gesperrt, der Bahnhof vorerst nicht mehr angefahren.

Der Mann kommt aus der Region München und soll 37 Jahre alt sein. Eine Meldeadresse habe er nicht. "Das macht uns als Münchner Polizei sehr betroffen". Der Haupttäter war schon einmal wegen Besitz von Cannabis auf dem Polizei-Radar. In einem Verfahren wegen Cannabisbesitzes habe er einen Beruf als Elektriker angegeben. Ob das wirklich stimmt, wissen die Ermittler noch nicht. Eine alarmierte Streife rückte an, traf auf die Beteiligten der Auseinandersetzung.

Uhr: Der Täter vom S-Bahnhof in Unterföhring ist nach Polizeiangaben ein 37 Jahre alter Deutscher. "Danach ist eine Rangelei am Boden entstanden", sagte der Polizeisprecher.

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