Parteien: SPD-Generalsekretärin Barley soll Familienministerin werden

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Familienministerin Manuela Schwesig im Landtag in Schwerin.

Kirchenvertreter haben mit Bestürzung auf den Rücktritt von Erwin Sellering als Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern reagiert.

Das Personalkarussell bei der SPD war nach dem krankheitsbedingt angekündigten Rückzug von Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) in Gang gekommen. Er werde folglich sein Regierungsamt nicht mehr so ausfüllen, "wie es objektiv notwendig" sei und seinem Anspruch an sich selbst entspreche.

Weil die derzeitige Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommmern werden soll, übernimmt die SPD-Generalsekretärin Katarina Barley ihr Amt. Für die vier Monate bis zur Bundestagswahl soll Barley nun Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend werden.

Die 43-Jährige kann bereits auf eine beachtliche politische Karriere zurückblicken.

Uhr: In den letzten Jahren habe er sehr viel positiven Zuspruch aus der Bevölkerung erhalten, sagt der scheidende Ministerpräsident. Kurz danach bestätigte SPD-Chef Martin Schulz die Personalie auf einer Pressekonferenz. Die Nachricht von Sellerings Erkrankung habe die gesamte Partei hart getroffen. "Ganz viel Kraft" wünschte der gesamte SPD-Parteivorstand via Twitter, ehe er sich zügig mit den massiven personalpolitischen Folgen von Sellerings Krankheit befasste. "Ich weiß, dass ihm diese Entscheidung nicht leicht gefallen ist", sagte er am Dienstagvormittag in Berlin.

"Wir sind alle tief bestürzt, dass Erwin Sellering so schwer erkrankt ist".

Sollte Barley die Gelegenheit wahrnehmen, Ministerin zu werden, muss SPD-Chef Martin Schulz einen neuen Generalsekretär finden. Er habe darüber bereits mit Kanzlerin Angela Merkel telefoniert. Sie stehe als Nachfolgerin bereit, sagte sie am Dienstag in Schwerin.

Für den 1. Juli soll ein Sonderparteitag einberufen werden. Sie könnte auch Auswirkungen auf den Wahlkampf der Partei haben. Bis dahin bleibt Sellering im Amt.

Sellering war im Oktober 2008 Regierungschef geworden. Der damalige Ministerpräsident Harald Ringstorff holte ihn in die Staatskanzlei, machte ihn im Jahr 2000 zum Justiz- und 2006 zum Sozialminister.

Sellering war nach der Landtagswahl im September 2016 für eine dritte Amtszeit an die Spitze der SPD/CDU-Koalition gewählt worden.

Da ist zunächst die neue Ministerpräsidentin in Schwerin. Er habe dies den Parteigremien vorgeschlagen.

Der 44-jährige Heil war von 2005 und 2009 schon einmal Generalsekretär der SPD. "Wir werden kämpfen", kündigte der derzeitige SPD-Fraktionsvize im Bundestag an. Zwei Drittel der Bevölkerung zeigten sich in einer Umfrage kurz vor der Landtagswahl mit seiner Amtsführung zufrieden.

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